Sonntag, März 19, 2017

15 Pässe in der Ostschweiz

Der Wetterbericht ist ein mal mehr wenig berauschend.
Wars die ganze Woche schön, strahlend blauer Himmel, trifft pünktlich zum Wochenende eine Schlechtwetter Front die Schweiz.
"Petrus iss es Snickers"

In Würenlos treffen wir Mathias, in Uster Peter und Ian. Zu fünft machen wir uns auf den Weg zum ersten Foto Halt des Pässewettbewerbs, Sternenberg.
Sternenberg liegt auf immerhin 850 M.üM.
Ich verpasse erstmal den Foto Punkt, fahre zu weit. Wir müssen umdrehen. Peinlich.
Aber wen wunderts. Ich habe eine hässliche Grippe erwischt. Niessen ohne Ende. Hässlich mit Helm auf dem Kopf.
Und immer schön nur auf der Geraden Niessen. Beim Start zu Hause hat sich das ganze viel besser angefühlt.
"jä no, etz esches wies esch"


(Foto: Wasserfluh)

Vom Sternenberg gehts hinunter nach Turbenthal. Und gleich wieder hoch zum Girenbad.
Ein kleiner Weiler oberhalb Turbenthal
Die Strasse hinauf zum Gasthof macht richtig Spass. 
Noch ist es aber zu früh für einen Kafi Halt.
Der Gasthof hat eine Webcam.


Das Wetter klart ein wenig auf. Stellenweise ist die Strasse bereits abgetrocknet. In der Nähe von Matzingen führe ich unser Grüppchen auf die A1, erreichen nach wenigen Kilometern Wil und sind kurz im Kanton St.Gallen, dann wieder im Kanton Thurgau.
Der Nollen ist der nächste Fixpunkt auf unserer Route.
Der Nollen ist ein Hügel, bekannt durch seine Rundumsicht auf den Bodensee, die Alpen.
Der "Rigi" des Thurgaus. 735 M.üM
Aktuell ist nichts mit Weitsicht. Aber das Restaurant hat geöffnet.
"Kafi Gipfeli?"
Kafi ja, Gipfeli nein. Denn halt es Biberli.

Weiter zum Tannenberg, Irrtum vorbehalten, jetzt wohl wieder im Kanton St. Gallen.
Ian hat uns zwischenzeitlich verlassen. Er hat noch Termine.
Erneut fahren wir kurz auf die A1, umfahren so die Stadt St.Gallen.

Es folgt nun ein wunderbares Stück Strasse, vorbei an Speicherschwendi, Rehetobel, Oberegg, hoch nach St.Anton.
Wir sind so gut wie alleine unterwegs. Herrlich.





"Vorne ufe, hende abe, äne öbere und weder ufe" Wir stehen auf dem Ruppen. Fahren hinunter nach Altstätten. Kurven und tolle Aussichten ins Rheinthal wechseln sich ab in kurzer Folge.
Es geht hoch zum Stoss. Die Strasse trocken und wir fast alleine unterwegs. So machts Spass.
In Bühler gets rechts weg zur Wissegg, hinunter nach Trogen und weiter nach Teufen.
Teufen ist eine kleine Ortschaft im Kanton Appenzell Ausserhoden. Namentlich erstmal 1272 erwähnt leben heute ca 6500 Menschen in dem auf 833 M.ü.M gelegenen Teufen.
Teufen verfügt über einen hübschen Dorfkern. Ideal um gemütlich einen Kafee zu trinken.
"Höt nööd", den gibts dann auf dem Leimensteig.


Kafi und Sandwich, Schinken Käse... meega lecker.
Anfänglich nicht sicher ob genügend Bargeld, nein keine Kartenzahlung, meint die Wirtin, sie könne uns auch gerne einen Einzahlungsschein mitgeben.
Ein Stück heile Welt.
Das Bargel reicht.
"Aber danke einewäg"
Die Wirtin ist erfreut über den Pässewettbewerb, hat anfänglich nicht gewusst was denn die Motorradfahrer da immer fotografieren vor ihrem Lokal, bis sie dann einen gefragt hat.

Via Eichberg gehts wieder hinunter ins Rheintal. Ein Stück der A3 folgend erreichen wir Gams, sind nun auf der Passtrasse nach Wildhaus, in Richtung Toggenburg.
An einigen Orten wird noch Ski gefahren, weisse Bänder inmitten grüner Felder.

Mathias fährt ein silberner Subaru vors Moped. Von Links in die Hauptstrasse einbiegend, direkt vors Vorderrad.

In Neu Sankt Johann nehmen wir den Abzweiger zur Schwägalp. Ein zwei Pw sind ebenfalls unterwegs. Kein Hinderniss. Auch hier, wir haben Richtig Spass.
Hinunter nach Urnäsch, ein Abfangjäger in Lauer Position.
Möglicherweise angelockt vom immer besser werdenden Wetter.
Easy, wir sind genau innerhalb der Limiten, haben nichts zu befürchten.

Riegelschwendi, Wasserfluh und Hulftegg die näschten Wegpunkte.
Nochmals stehen Leuchtwesten am Strassenrand. Von Riegelschwendi herunterkommend, sind sie gerade dabei den Neigungswinkel eines Nummernschildes zu sanktionieren.
"Scho no blöd wenn riskiersch wäg some Chabis usegnoh z wärde".

Die Hulftegg gehört definitiv nicht zu meinen Lieblingspässen. Die Strasse ist trotz mehrjähriger Sanierungsarbeiten in einem lausigen Zustand.
Ein einzig Flickwerk. Entsprechend vorsichtig gehts hinunter nach Steg

Es folgt nun der letzte Übergang, der Stattboden. Eine schmale Strasse führt mitten durch einen Bauernhof. Von Bauma nach Bäretswil.
Peter übernimmt nun die Führung. Wir fahren auf direktestem Weg nach Wetzikon.
Peter kennt da eine kleine Pizzeria.


"Zwöi mol Margeritha, e Proschuttooo Funghi, zwöi Cola, es Cola Light"
Das ist jetzt genau das Richtige. Die Pizza schmeckt super.

Wir verabschieden uns von Peter. Danke, hat Spass gemacht mit Dir.
Sind nun noch zu dritt in Richtung heimischer Garage.
Bereits in Brütisellen begint der obligate Stau Richtung Baregg. Nicht mit uns, wir entscheiden spontan unser Glück Richtung Stadt Zürich zu versuchen.
Klappt auch alles bestens.... bis, ja bis zu dieser einen Lichtsignalanlage.
Wie ich auf die Kreuzung fahre, Corinne und Mathias hintennach, ist die Ampel noch auf Grün. Ich sehe aber aus dem Augenwinkel wie sie auf orange geht. Da dichter Verkehr komme ich nicht mehr rechtzeitig von der Kreuzung weg.
Es wird hell, ziemlich hell und auch ziemlich plötzlich.
Ich denke wird werden in absehbarer Zeit eine Anwesenheitsbestätigung erhalten.

Jä no.. dröber ufrege? nä-ä sälber doof halt.

Ohne weitere Vorkommnisse erreichen wir unseren Wohnort.
Eine tolle Tour mit tollen Leuten.
Danke Mäthu, Peter, Ian und natürlich der Schatz.


Die Track Datei fürs Navi gibts hier
Denk bitte daran, Du verwendest diese auf eigenes Risiko.

Montag, März 06, 2017

Jura Tour Anfangs März (das Norwegen Training)

Der Wetterbericht ist nicht leicht zu interpretieren. Regen, Schnee, Sturmböen, Sonne. Von allem etwas.
Und trotzdem, wir wollen raus, wollen Motorradfahren.
Wir sind ausnahmsweise zu dritt. Mathias begleitet uns. Steht pünktlich um 09:00 Uhr bei uns auf dem Parkplatz.
Wie üblich, auch dieses Mal, ich habe schlecht geschlafen. Sehr schlecht und vor allem sehr wenig.
Wir fahren in Kölliken auf die Autobahn und peilen den ersten Kaffestopp kurz vor Pieterlen an.
Es ist kühl, aber trocken. Teilweise blickt die Sonne durch die Wolken.
Auf der Jurakette liegt Schnee.
Zeifel befallen uns. Zweifel daran, ob die geplante Route so früh im Jahr möglich ist.

Pieterlen, Kafi Gipfeli. So langsam werd auch ich wach.


Wir haben uns entschlossen, machen in diesem Jahr wieder am FMS Pässewettbewerb mit.
Für mich ja nun beinahe Pflicht. Seit Februar bin ich Mitglied in der Tourismus Komission der FMS.
Hätte ich etwas sorgfältiger geplant, ich hätte uns die Stadt Durchfahrt in Biel erspart.
Mein Augenmerk galt anscheinend mehr dem Wetterbericht denn der Routenplanung.

"Jä no, do muesch dorä... hindä inä und vornä uesä"
Wie man auf die Idee kommt auf einer "Hauptstrasse" Rechtsvortritt einzuführen ist uns schleierhaft.
Die Bieler tun es.
Der Pässewettbewerb führt uns auf den "Mont Vully". Auf Deutsch "Wistenlacherberg" 653 m ü. M
Zwischen Murten-, Bieler- und Neuenburgersee gelegen.
Bereits auf diesem Hügelzug und zu Beginn des Pässewettbewerbs erneut die Erkentniss.... "Hermann, ohni dä Wettbewerb wär i im Läbe ned do hie cho"



Nach dem "Mont Vully" fahren wir noch ein mal ein Stück auf der Autobahn. Höhe Yverdon bin ich zu doof mein Navi richtig abzulesen.
So fahren wir einige Zusatz Kilometer.
Sooorry.


 Wir erreichen Orbe, nehmen den "Col du Mollendruz" in Angriff. Nach dem Sonnenschein auf dem "Mont Vully" bewahrheitet sich der zweite Teil der Wetterprognose. Sturmböen.
Wir halten dagegen, legen uns in den Wind wie ein Segelboot. Die Strasse hoch zum Übergang ist trocken, macht riesig Spass.
Runter zum "Lac de Joux" der nächste Teil der Prognose. Es beginnt zu schneien. Nur kurz, dann "schiffets".
Egal, wird nicht das letzte Mal sein dieses Wochenende.
"Col du Marchairuz, "Col de la Givrine", die nächsten beiden auf der Liste.
Corinne kommt in einer Kurve ins rutschen. Kein Schnee, die Strasse aber nass, kalt, ein Bitumenstreifen. Zusammen mit dem Michelin Pilot Power Hinterreifen eine eher ungünstige Kombination. Laut Mathias hätte vielleicht eine oder zwei Handbreit Platz gehabt, dann wär Felsen gekommen.
Wir "rauchen", analisieren, besprechen mögliche Fehler und was in solchen Situationen die bessere Reaktionsmöglichkeit sei.
Corinne denkt, "jo klar, schwätze der doch, i wett öich gseh".
Und mir geht durch den Kopf das sich an der Situation auf den Strassen nach wie vor nichts geändert hat in Punkto Bitumen Streifen. Diese Art der "Flickerei" ist echt einfach nur gefährlich für uns Motorradfahrer. Bleibt festzuhalten das wir keineswegs schnell unterwegs sind. Im Gegenteil. Und gerade deswegen geht das ganze ja auch glimpflich ab, gerade deswegen haben wir für solche Fälle genügend Reserven.

Die "D415", wir sind mittlerweile in Frankreich, macht irgendwie keinen Spass. Die Gegend wirkt heute ziemlich herunter gekommen, liegt aber wahrscheinlich am Wetter.
Wieder in der Schweiz, nochmals vorbei am "Lac de Joux", passieren wir in Le Creux erneut die Grenze.

In "Les Hopitaux-Vieux" versperrt uns ein Fahrverbot den Weg entlang der geplanten Route.
Anwohner gestattet, steht da. Es steht aber auch "Route barre" wegen Schnee.
Also umdrehen und weiter auf der N57. Zusammen mit unzähligen anderen.
Und schon staut sich der Verkehr. Zu Beginn sind wirt brav und artig, haben nach etwa 20 Minuten beinahe konstantem Stillstand die Schnauze voll und beginnen zu überholen.
Bevor jetzt die Moralapostel beginnen die Keule zu schwingen, ja, wir wissen es, es ist verboten, unmoralisch und sonnst noch ähnliches.
Wir tun es trotzdem.
Bevor die N57 in die D6 übergeht machen wir uns links weg aus dem Staub... äh Stau.
Ohne weitere Unannehmlichkeiten erreichen wir "L' Auberson". Hier beginnt die Auffahrt zum "Col de L'Aguillon".
Wir müssen aber schnell einsehen dass das heute nichts wird. Zu viel Schnee, kein durchkommen.

Der "Col des Etroits" jedoch ist offen, wir keine zehn Minuten von unserem Hotel entfernt.
Da wir davon ausgehen das auch der "La Bullatonne" nicht befahrbar ist, verzichten wir für heute auch auf den "Mont des Verrieres".
Auf dem Etroits noch kurz ein Foto für den wettbewerb und ab nach "Les Rasses", ab ins Hotel.

Wir sind am abladen des Gepäcks, wies blitzt und donnert. Wir sind also keinen Moment zu früh.
Einchecken, Badesachen aus den Taschen und ab in den Pool.
Das Wasser dürfte 10 Grad mehr haben.
Corinne lässts von Anfang an bleiben, Mathias und ich mimen die Harten, geben aber nach 30 Minuten auch auf.
Ab unter die Dusche, ab an die Bar, Hunger und Dorscht.
Für den Durscht gibts Bier, gegen den Hunger vorerst nichts anderes wie Salznüssli. Zuerst in kleinen Schälchen, wie dann Corinne auch zu uns stösst in einem kleinen "Eimerchen.
Goht jo.

19:30 Uhr dann das Nachtessen. Speisesaal ala "Belle Epoque" und so heisst auch das 5 Gang Menue.
Sehr fein. Anfangs ein wenig ein Kampf mit dem Brot, aber Corinne regelt das.

 Überraschung am Morgen.


Hoppla, Frau Holle hat sich ein wenig ausgetobt über Nacht.
Am Abend Witze gemacht, man erkenne das man mit dem Motorrad zur falschen Zeit am falschen ort sei, wenn im Hotel der Pistenbericht für den nächsten Tag ausgehängt werde.
Nun ist auch die letzte Prophezeiung eingetroffen. Schnee.
"Danke vell mol"


Aber erst gehts Mal an ein Ausgiebiges Frühstück.
Wie wir fertig gepackt und umgezogen sind, scheint die Sonne, der Schnee auf der Strasse ist weg.
Tip top.
Den "La Tourmande" könne wir aber trotzdem nicht befahren, müssen umdrehen. Wegen zu geschlossen.
"Denn halt need"

Üer den "Col des Etroits" zurück wo wir gestern hergekommen sind fahren wir nun trotzdem zum "Mont des Verrieres". Dieser wäre eigentlich für den Vortag eingeplant gewesen. So fahren wir nun also heute.
Und da bei Traumwetter.


Die Strassenbedingungen wechseln zwischen Trocken, Nass und Schneebedeckt.
"mächt nüüt, aues fahrbar"


Wir gelangen nach "Fleurier".
Bis 2008 eine eigene politische Gemeinde, gehört Fleurier nun zusammen mit Boveresse, Buttes, Couvet, Les Bayards, Môtiers, Noiraigue, Saint-Sulpice und Travers zur neuen Gemeinde Val de Travers.

Wieder auf der ursprünglich für heute Sonntag geplanten Route unterwegs fahren wir hoch zum "Montagne de Travers"



Mega schön. das Wetter passt auch. Aber wohl nicht mehr lange.
Auf dem "La Tourne" gibts mal wieder einen kurzen Kafi halt. Draussen an der Sonne.




Wir geniessen, die Aussicht, die Sonne und den Kaffe. Brechen aber schon bald wieder auf. Zum einen zieht Wetter auf, zum anderen sind wir noch genügend weit von zuhause weg um gehörig nass zu werden.
"Mont Croisin" ist der nächste auf der Liste. Es ist kalt und stürmt. Die "Dicke" kriegt einen Schluck Öl.
Über Feld- und Waldwege passieren wir in "Burnevillers" die "grüne Grenze" Via der D201 und der D140 gehts hoch zum "Col de Montvoie".
Wie geil ist das denn. Es geht im gestreckten Galopp hoch zu Passhöhe.
Das Pässchen ist der Hammer.
Runter nach "Pruntrut", einmal quer durch Gourgenay, Gilberte ist zu Hause im trockenen, es giesst.
Über den "Col de la Croix", schnell das Tal gewechselt und in St. Ursanne wieder hoch. Diesmal zum "La Caquerelle".
Es giesst nicht mehr, jetzt "seichts in Ströööme"
Vorbei an den Grotten von "Sainte Colombe", durch Souboz hoch zum "Les Ecorcheresses".

Kurz nach der Schlucht, sehe ich rechts einen Parkplatz. Tip top, will hier kurz auf Corinne warten, übersehe die Kette mit der der Parkplatz vor unbefugten "Gästen" geschützt wird.
Im letzten Moment nehme ich etwas wahr, steige voll in die Eisen.
Boom.. die beiden Sockel links und rechts, an welchen die Kette festgemacht sind, gehen zu Boden.
Passiert ist weder den Sockeln noch mir, noch meinem Motorrad etwas.
Ich bin mir aber sicher, die Geschichte wird ein Nachspiel haben. Ich sehe wie wir durch eine Türe mit dem Feldstecher oder Fotoapparat beobachtet werden.
Wie ich aber auf das Haus zugehe um mich wie es sich gehört zu melden, verschwindet die Person hinter der Türe.
"Ok, de haut ned"

Wir erreichen die Passtrasse zum "Scheltenpass". Aus Regen wird dichter Schneefall. Ich sehe kaum mehr aus dem Helm. Muss immer weider den Schnee wegwischen.
Etwas später am Tag und wir müssten wohl umdrehen.
So aber geht es sich knapp aus.
Wir schiessen unser letztes Foto für diese Tour.



Insgesamt sind es dieses Wochenende doch 14 Pässe geworden.

Auch wenn das Wetter bescheiden war, die Strassen teilweise ein "Mikro Mü" entfernt von unfahrbar, hats uns riesigen Spass gemacht.
Wir nennen es zu Hause "das Norwegen Training". Und irgendwie passt das auch.
Auch dort werden wir wohl kaum nur tolles Wetter haben.
Wünschenswert zwar, aber wohl nicht realistisch.

Irgendwann gibts dann noch Videos.
Die Tour als GPX gibts hier.



Mittwoch, Februar 22, 2017

BTE Autoreisezug.. unsere Erfahrungen

Geht die Reise Richtung Norden, so ist man schnell versucht die Anreise nicht auf den eigenen zwei Rädern zu bewältigen sondern sucht nach einem alternativen Transportmittel.

Im konkreten Fall unserer Skandinavien Reise ist es der Autoreisezug von Lörrach nach Hamburg.
Leider sind Autoreisezüge anscheinend etwas aus der Mode gekommen.
Sprich, die Deutsche Bahn hat ihr eigenes Angebot per Ende 2016 eingestellt.
Für uns und unser Vorhaben natürlich erstmal ein Dämpfer.

Glücklicherweise zeichnet sich aber im Laufe des Herbst eine Lösung ab.
Nach einigem "googeln", stossen wir auf das Angebot der BTE, ausgeschrieben Bahn Touristik Express DE.
BTE

Natürlich könnten wir die gut 900 Kilometer Richtung Kiel auch mit unseren Motorrädern bewältigen.
Aber mal Hand aufs Herz, wer hat schon Lust auf 11 Stunden Autobahn Fahrt.
Wir jedenfalls nicht. So kommt uns die Idee Autoreisezug sehr entgegen.

Die Homepage der BTE ist auf den ersten Blick gefällig, der Teufel steckt aber im Detail.
Die Firma hat auch einen Facebook Auftritt.... dieser weisst jedoch einige User Statements auf, die uns erstmal etwas beunruhigen.

Aber erstmal zur Homepage.



Die Homepage ist übersichtlich, man findet sich schnell zu recht.
Fahrpläne sind vorhanden und ebenfalls übersichtlich


Was jedoch komplett fehlt, ist eine eigentliche Reservations- bzw Buchungsplattform.
Das finden wir schade.
So ist erst mal nicht ersichtlich ob es für unsere Wunsch Daten noch frei Plätze auf dem Zug und in den dazu gehörenden Abteilen gibt. Wir können ja schlecht auf unseren Raketen sitzen bleiben.

So reservieren wir also über das Anfrage Formular auf der Webseite, stellen jedoch auch hier fest, das es nicht ganz so simpel ist, wie es zuerst scheint.
Das Formular ist nicht dafür ausgelegt direkt für mehr wie 2 Personen und mehr wie 2 Motorräder zu reservieren.
Das kennen wir aber inzwischen auch von Fähren.
Auch da ist es teilweise nicht möglich eine Buchung für 3 Personen und 3 Motorräder gleichzeitig zu machen.

Trotzdem verwenden wir also das Formular und weisen im Kommentarfeld auf die Anzahl Personen und Mopeds hin.

Nach dem Absenden des Formulars passiert erstmal nichts. Keine Bestätigung auf die hinterlegte E-Mail Adresse, nichts.
Ehrlich gesagt macht uns dieser Umstand etwas unruhig.
Der weitere Verlauf der Reise, die Buchungen der Fähren und Hotels, die Planung der Routen, alles hängt von dieser einen Buchung ab.

Wieder lesen wir die Kommentare der User auf Facebook. Einige warten scheinbar seit längerem auf eine Bestätigung.

Nicht so wir!!!

Innert Stundenfrist erhalten wir eine nette, persönliche E-Mail einer Mitarbeiterin von BTE.
Die Buchung sei eingegangen und somit bestätigt, es seien noch ein par Informationen zu unseren Motorrädern, Länge, Breite, Höhe usw. nötig und die Frage ob wir gerne eine Reservation im Bordrestaurant möchten.
Klar liebe BTE Mitarbeiterin, wir möchten.

Bei der Buchung für die Rückfahrt, drei Wochen später, lässt die Buchungsbestätigung zwar etwas länger auf sich warten. Doch auch hier klappt alles reibungslos.
Hinter dem Buchungsprozess steckt nach meiner Erfahrung also keine Informatik Lösung sondern schlicht Manpower.
Mir gefällt das eigentlich nicht mal so schlecht.

Im übrigen finde ich auch die Preispolitik für den Service absolut angemessen.

Ein abschliessendes Urteil können wir aber natürlich erst am morgen des 16. Juli abgeben, dann nämlich wenn wir in Lörrach vom Zug rollen.

stay tuned, wir halten euch auf dem laufenden.

Montag, Februar 13, 2017

Nordkap 2017 die Skandinavien Tour , die Vorbereitungen im groben abgeschlossen

nun sind unsere Planungen soweit abgeschlossen.
Nordkap wir kommen.


Wir, das sind .....
Corinne, KTM 690 Duke R,
Mathias, BMW 1200 GS ADV,
Dani, KTM 990 ADV.

Wir starten am 22. Juni, verladen unsere Mopeten in Lörrach auf den Autoreisezug der BTE, lassen uns erst mal gemütlich durch die Nacht nach Hamburg schaukeln.
Hoffentlich wunderbar ausgeschlafen, gehts von Hamburg nach Kiel.
Die Fähre bringt uns von Kiel nach Oslo.

Und so sieht unsere Route im groben aus.


Läuft alles wie geplant, sind wir am 01. Juli auf den Lofoten, am 04. Juli dann am Nordkap.
Von dort gehts wieder Richtung Süden. Via Rovaniemi, entlang dem Bothnischen Meerbusen, nach Turku.
Mit der Fähre setzen wir am Morgen, 10. Juli von Turku nach Stockholm über. Wir haben uns hier bewusst für die Fähre am Morgen entschieden, hoffen auf gutes Wetter um die überfahrt an Deck geniessen zu können.
In Stockholm legen wir einen Tag Pause ein. Wollen uns die Stadt ansehen.

Von Stockholm gehts dann auf Umwegen nach Malmö.
Der Besuch auf dem Kathult Hof ist für uns ein "Muss". Wollen unbedingt mal den Schuppen sehen wo der "Michel aus Lönneberga" seine Holzfiguren geschnitzt hat.

Malmö, Kopenhagen, die nächsten Wegpunkte, bevor wir die letzte Nacht unserer Tour in Travemünde verbringen werden.

Hamburg und damit den Nachtzug zurück nach Lörrach, steht am Samstag 15. Juli auf der Agenda.
Ein kurzes Stück noch von Lörrach via Basel wieder auf eigenen Rädern unterwegs, werden wir wohl so gegen die Mittagszeit wieder in der Heimat sein.

Wer weis, vielleicht findet sich ja jemand, der uns dann in der Nähe ein Steak auf den Grill schmeisst und die eine oder andere Anekdote unserer Reise hören will.




Montag, Februar 06, 2017

Nordkap 2017 die Skandinavien Tour , die Vorbereitungen beginnen

August

Kurz nach unserer Tour durch Schottland, Irland und England fallen wir irgendwie in ein Loch.
Lange haben wir uns mit der Vorbereitung beschäftigt.
Strecken geplant, Hotels und Fähren gebucht usw.

Wir sind kaum fertig mit auspacken der Taschen, muss etwas neues her. Ein Ziel mit dem wir uns beschäftigen können. Eine Tour deren Start man sich herbeisehnt.
Während man mit dem planen beginnt mehr und mehr ins Reisefieber kommt.

Norden, Süden? In welche Richtung soll es gehen?
Corinne ist für Norden. Der Süden scheint ihr zu warm im Juni und Juli.
Wie lange?
Am besten wieder 3 Wochen.

Norden also. Und wenn vom Norden die Rede ist, dann steht das Ziel schon fast in Stein gemeisselt.
Nordkap.
Wir "googeln"
Das Nordkap ist ein steil aus dem Eismeer emporragendes Schieferplateau auf der Norwegischen Insel Mageroya.
Bis zum Nordpol sind es noch rund 2100 Kilometer.

Ja, wir wissen es, das Nordkap ist nicht der nördlichste Punkt Europas. Egal, wir sind schnell einig, da wollen wir hin.


(Foto: Tamara Lebrecht: Freeimages)

Mehr und mehr informieren wir uns über alle möglichen Quellen, schauen Videos auf Youtube von Nordkap Reisenden. fühlen uns bestätigt in unserem Vorhaben.

Noch bevor wir den 1. Kilometer im Basecamp planen, werden Urlaubstage in der Firma beantragt.
22. Juni bis 16. July, Knapp 3 1/2 Wochen nehmen wir uns Zeit.
Reicht das? Wir werden sehen.

Oktober

Mathias steigt mit ein, findet er habe da schon länger hin wollen. Wir findens grossartig und planen nun also für 3.
Wir lesen das die Deutsche Bahn das Autoreisezug Geschäft per Ende 2016 aufgibt.
Lesen aber auch das per Anfang Dezember ein neuer Betreiber Autoreisezüge anbieten wird.
Die Homepage deutet an das vieles erst noch im Aufbau ist.

Februar

Man kann den Autoreisezug noch nicht direkt buchen, hat aber die Möglichkeit eine Reservierungsanfrage an den Betreiber, die BahnTouristikExpress kurz BTE zu senden.
Ich bin erst mal wenig begeistert. Hätte es lieber wenn die Buchung gleich direkt online erfolgen könnte.
Zudem einige User in den Sozialen Medien beklagen das die Kommunikation mit der BTE etwas schwierig sei.

Wir erleben etwas ganz anderes.
Am Sonntag Nachmittag die Anfrage gesendet, trifft keine Stunde später ein E-Mail ein mit der Reservierungsbestätigung.
Liebe BTE, alles richtig gemacht.

Unsere Reise beginnt also am 22. Juni mit der Fahrt auf dem Autoreisezug von Lörrach nach Hamburg.
Gemäss BTE treffen wir in Hamburg gegen 07:00 Uhr am Folgetag, dem 23.06 ein.
Genügend Zeit für die Fahrt von Hamburg nach Kiel.
Auch die Fähre von Kiel nach Oslo ist zackig gebucht und ebenso zackig bestätigt.


Routen planen, Hotels suchen. Diskutieren welche Sehenswürdigkeiten wir unbedingt sehen wollen.
Welche Kurven dürfen wir auf keinen Fall verpassen.
Schnell sind fünf Stunden vorbei.

Immerhin bis am 04. Juli scheint alles soweit in trockenen Tüchern. Sollte es nicht grad Katzen Hageln haben wir dann den nördlichsten Punkt unserer Reise erreicht.

Wir sind hungrig, für heute reicht es erstmal.
Corinne und ich sind bei meinen Eltern zum "Z'Nacht" eingeladen, schleppen Mathias einfach mit und kommen eine Stunde zu spät.
Ich habe 19:00 Uhr im Kopf, tasächlich wären wir bereits 18:00 Uhr erwartet worden.
Das Essen schmeckt vorzüglich.

Nächste Woche gehts weiter mit planen. Die Rückreise erfolgt durch Finnland und Schweden.
Und.. liebe BTE wir bräuchten dann noch eine Rückfahrt mit dem Zug.
Wir melden uns sobald wir wissen an welchem Tag ;-)



Donnerstag, Januar 26, 2017

Ice Speedway Champex Lac oder die Geschichte mit den Sonnenbrillen.

In Champex Lac im Kanton Wallis findet seit längerer Zeit wieder ein Ice Speedway in der Schweiz statt.
Neben den Cracks aus der Szene, wollen sich auch die beiden Supermoto Piloten Dani Müller und Jarno Möri aufs glatte Eis wagen.
Klar das wir uns das nicht entgehen lassen wollen.

Freitag 16:00 Uhr, wir machen uns auf den Weg ins Wallis. Haben mit dem Hotel "Mon't Lac" hoffentlich das perfekte Hotel direkt in Nähe des Sees gefunden.
Schnell haben wir unsere sieben Sachen im Auto verstaut. Sonnenbrillen in der Hand, es soll ja traumhaftes Wetter bevorstehen, komme ich erstmal nicht aus der warmen Winterjacke.
Was liegt näher als die beiden Sonnenbrillen aufs Autodach zu legen.
Schnell die Jacke auf den Rücksitz. Alles dabei, Geld, Schlüssel, Id? Es kann los gehen.

Wir sind keine zwei Minuten Unterwegs, wie es rumpelt auf dem Autodach.
Sh.....t
Die Sonnenbrillen!!
Der nachfolgende Autofahrer gibt Lichthupe.
Unnötig. Ich weis was da gerumpelt hat.
Meine beiden ! Sonnenbrillen.
Anhalten und suchen. Das Etui der Ray Ban ist schnell gefunden, liegt mitten auf der Strasse.
Von den beiden Brillen fehlt jede Spur.
Super, viel Freude.
Auf die selbe Art wie heute, habe ich mich auch schon von Tankdeckeln, Handschuhen, Schlüsseln und Geldbeuteln verabschiedet.
Jedes einzelne Mal denke ich, das passiert mir garantiert nie wieder.

In Oensingen machen wir einen kurzen Zwischenstopp im Gasthof Rössli.
Morgen findet hier die Medaillenfeier des FMS Pässewettbewerbs statt. Mein Arbeitgeber Autogrill Schweiz spendet 10.- Franken Gutscheine für die Gold und Top Fahrer.
Da wir morgen im Wallis sind, geben wir diese zuhanden des Organisators beim Wirt ab.

Wir haben Stau in Bern, Stau in Chatel St.Denis und Stau in Montreux.
Nach Martigny, Richtung Orsiere nervt uns ein Italienischer Lieferwagenfahrer. Die Strasse schneebedeckt, leicht vereist, wähnt sich dieser auf der Rally Monte Carlo und versucht die Bestzeit zu holen. Ein Meter Abstand ist eher zu hoch geschätzt.
Unnötig zu erwähnen was ich dem Deppen grad alles an den Hals wünsche.

Hoch nach Champex sind wir alleine unterwegs. Die Strasse macht trotz Schnee und Eis auch mit dem Auto Spass.
Wir haben Hunger und sind auf unser Hotel gespannt.
Fahren zuerst daran vorbei, weil wir uns nur an der Rennstrecke orientieren. Ihr gilt unsere ganze Aufmerksamkeit.
Mein Navi sagt vorbei.. bitte wenden.
Wir tun wie uns befohlen.
Ah, genau, da ist ja unser Hotel.
Direkt an der Rennstrecke.
"Weisch wie geil, do müehmer nor no öber d Stross"

"Renn Büro" steht an der Hotel Türe. Ok, noch näher am geschehen geht kaum.
Der Empfang ist freundlich, beinahe herzlich.
Deutsch? Sie, "es bitzeli"... Französisch wir? "öööh ptit pööh"
Aber klappt schon.
Der Schlüssel mit der Nummer "cinq" ist "pour le chambres deux"
Hä was? Aha.. OK
Zimmer zwei ist hübsch, sehr hübsch.
Zimmer zwei hat einen Balkon... einen riesigen Balkon.
Und genau in Richtung Rennstrecke.
Hammer... wir brauchen nicht mal das Zimmer zu verlassen, haben direkten Blick auf die erste Kurve nach Start und Ziel des Ovals.
"Frölein nous avons faim et soif"
"Deux bières s'il vous plaît"

Die "deux Biéres" schmecken herrlich und machen Lust auf weitere "deux Biére".
Zu essen gibt es Frühlingsrollen als Vorspeise, jeweils drei kleine Cheeseburger mit Salat und Pommes. Insgesamt nicht so toll und nicht mal günstig.
Egal, mach satt.
Müde sind wir eh.

Das Bett macht optisch mehr her, als dass es seinen Zweck erfüllt.
Schwierig zu beschreiben, aber das erste Bett das wir erleben, das in der Mitte der Matratze höher ist als an deren Rändern. Ein permanentes Gefühl des "herausrollens" stellt sich ein.
Das Kopfkissen führt ein Eigenleben, versucht permanent eine andere Form anzunehmen als die die wir gerne hätten.
Das wird eine lange Nacht.
Der Fernseher ist ein TFT von Samsung, verfügt über 50 Sender. Einer davon in deutsch, Euronews. Präsident Trumps Inauguration in der Endlosschlaufe.

Dani Müller lässt uns wissen das er erst am Samstag anreist. Wir können also getrost schlafen gehen.

Samstag, Frühstück um 9:00 Uhr. Emsiges treiben auf der Piste, dem Renn Büro und im Restaurant.
Wir beschliessen kurz ins Dorf zu gehen. Brauchen Taschentücher, Zigis, Kopfschmerztabletten.
Letztere dank Bett und Kissen im Hotel.

Rechtzeitig zum Beginn des Trainings sind wir auf unserem Logen Platz. Sehen gerade wie Dani Müller und Jarno Möri sich mit dem Moped vertraut machen.


Anscheinend jeder nur 3-4 Runden. Der Rest des Trainings ist gestrichen. Wohl um das Eis zu schonen.

Dani Müller


Jarno Möri



Heute Samstag sind die Internationalen Cracks der Speedway Szene am Start. Dani hats schwer. Jarno geht gar nicht erst an den Start. Wie wir später erfahren ist Dani heute auch nur als Ersatz Fahrer gemeldet.
Uns scheint der Supermoto Fahrer tut sich noch schwer mit dem Gerät. Hoffentlich wird das am Sonntag etwas besser.
Aber hey, so ohni Training?


Wir versuchen dem Geschehen zu folgen, uns Fahrer und ihre Platzierungen zu merken. Nicht ganz einfach, der Speaker spricht nur Französisch.
Einen Namen hören wir immer wieder heraus, Ronny Häring. Entweder ein Lokal Matador oder aber einfach gut.

gehts noch tiefer?



Gefahren werden jeweils 4 Runden zu 4 Fahrern.
Wir meinen zu verstehen, das die Platzierung aus den Läufen Punkte gibt und die Anzahl der Punkte über den Einzug in die jeweiligen Finals (1/8, 1/4,1/2 usw.) entscheidet.
Ein selbstverschuldeter Sturz oder ähnliches zum Rennabruch führt und für den Verursacher 0 Punkte zur Folge hat.
Aber vielleicht ist alles auch ganz anders. Egal. Dem Spass beim zusehen tuts keinen Abbruch.
Wir sitzen auf unserem Logenplatz, die Sonne scheint, ein Gläschen Wein.
"Fasch wie Ferie"



Jarno Möri


Ehe wirs versehen ist die Sonne weg, das Rennen zu Ende.
Irgendwie haben wir gar nicht so mitbekommen wer wann wie schnell und wer wie viel Punkte hat.
Dani wird wohl eher nicht so viele haben. Ronny Häring wohl eher mehr.
Vielleicht gefiel dem Speaker aber auch nur dessen Namen.


Wir sehen unter den Zuschauern ein Bekanntes Gesicht aus der Ü40er Motorradfahrer Facebookgruppe. Sabine Kormann.
Wie gehen runter ins Restaurant auf einen Glühwein.
Richtig getroffen haben wir uns bisher noch nie, kennen uns nur aus dem Facebook.

Dani Müller, Angie, Jarno Möri und Philip Weiss kommen dazu. Letzterer ist seit mehreren Jahren Schweizer Meister im Ice Speedway.
Das wissen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht.
Das Renngeschehen wird besprochen. Für uns natürlich mega spannend alles hautnah von den beiden Fahrern vermittelt zu bekommen.

Fürs Abendessen gehen wir ins "V..........X"... die Fahrer sind im Splendid. Ich hoffe sie "preichens" besser wie wir.
Das Cordon Bleu ist nur dem Namen nach als solches zu erkennen, Das Gemüse entpuppt sich als in einer öligen, fettigen Flüssigkeit schwimmender Zucchetti.
Corinnes Käse Röschti, erreicht locker die 1200 Kalorien Grenze bei null Geschmack.
"non merci, pas des Dessert pour moi"

Um 21:00 Uhr gehen wir mit etwas gedämpfter Stimmung zurück Richtung Hotel.

Sonntag, Frühstück wieder gegen 09:00 Uhr.
Wir sind parat, sind als bald auf unserem Balkon und beobachten das treiben vor unserem Hotel.
Sehen von weitem Dani Müller beim herausrollen der Maschine aus der Garage.


Das wäre die Gelegenheit den Hobel mal aus der Nähe zu sehen und zu "Fötele".
Philip, Angie, Jarno... alle Beschäftigt, wir wollen nicht stören und doch alles so nah wie möglich sehen.
Dani lädt uns spontan ein mit zu kommen ins Fahrerlager. Ich habe weder Eintrittsticket noch eine Presse Anmeldung.
"Hey keis Problem, er ghöred eifach zu üs"

Wir dürfen mit, dürfen Fragen, Fötele. Gehen hoffentlich niemandem auf den Wecker.
Philip erzählt aus seiner Zeit als aktiver Fahrer, erzählt über seine Maschine und worauf es seiner Meinung nach ankommt.


Er stellt sein Motorrad Jarno Möri zur Verfügung. Mit diesem "Stuehl" ist Philip vor 4 Jahren beim letzten Rennen in Flims Schweizer Meister geworden.










Seither wurde das Motorrad nie mehr bewegt. Jarno wird damit am Ende 3. in der Schweizer Meisterschaft und soweit ich das verfolgt habe 2. im Internationalen Rennen.
Und wenn wir grad dabei sind, Ronny Häring wird am Ende der neue Schweizer Meister.
Dani läufts ähnlich gut, ausgenommen von einer Schrecksekunde.
Der vor ihm fahrende Finne stürzt direkt vor seinem Vorderrad. Dani hat zwei Möglichkeiten, wählt zu Gunsten des Finnen die zweite. Schlägt in die Strohballen ein, geht mit einem Salto über den Lenker des Motorrades aufs Eis.
Seine Gedanken gelten während des Saltos seinem mit Spikes bewehrten Motorrad wie er uns später erzählt.
Alles verläuft glimpflich, das Motorrad verfehlt ihn knapp.
Der Finne bedankt sich bei Dani. die alternative zum Sturz in die Strohballen wäre wohl gewesen das Dani den auf dem Eis liegenden Finnen mit seinem Vorderrad getroffen hätte. Die Folgen währen wohl dramatisch gewesen.
Wir verfolgen Danis Sturz aus der Ferne, haben zwischenzeitlich wieder an die Sonne und auf unseren Logenplatz gewechselt.





Dani und Jarno kommen in den Final um die Schweizer Meisterschaft. Uns hält es nicht mehr auf unserem Balkon. Sind wieder im Fahrerlager.
Direkt beim Start bleibt Dani stehen, Jarno kommt gut weg. Das Rennen wird aber abgebrochen da Dani stehen geblieben ist.
Das Rad habe durchgedreht, der Gang heraus gefallen, er deswegen das Gefühl gehabt die Kette sei gerissen.
Die Regeln sind in diesem Fall hart.
Dani muss raus. Die anderen drei verblieben Fahrer machen den Final unter sich aus.
Den Restart erwischt Jarno nicht mehr ganz so gut. Er geht als dritter in die erste Kurve, ist aber dran am zweiten.


Dieser macht ihm in der zweiten Runde die Türe zu auf der Innnenbahn. Jarno verliert sofort etwas an Boden. Macht diesen zwar auf der letzten Runde wieder gut, ist Nahe dran am zweiten Platz.



Am Ende wirds dann aber doch Platz drei.
Dennoch ein Riesen Kompliment den beiden. was sie heute auf dem für sie ungewohnten Untergrund gezeigt haben ist grosses Kino.
Ab zur Siegerehrung, Jarno steht zweimal auf dem Podest, International zweiter, Schweizer Meisterschaft dritter.


Dani muss sich mit Leder begnügen.
Hält jedoch fest das es Spass gemacht hat und alle Gesund sind.
Meint aber Gleichzeitig auch das er jetzt wohl auch gleich nach der Premiere den Rücktritt gebe aus dieser Sportart.
"Besch secher Dani"?


Wir treffen uns noch im Restaurant auf ca "cinq saucisses" und ca gleich viele Biere.
Alle sind happy und zufrieden.
Einzig Angies Jacke sieht etwas ramponiert aus. Diese hat Bekanntschaft mit der Batteriesäure des Starters gemacht.

Während sich die anderen auf den Heimweg machen, bleiben wir noch eine Nacht im Hotel.
Unzählige Bilder werden oberflächlich auf dem Handy durchgesehen. Das eine oder andere findet bereits jetzt den Weg ins Facebook.

Die Heimfahrt treten wir via Col du Pillon an. In Gstaad geniessen wir eine feine Pizza an der Sonne.
Unterwegs noch ein Confcall mit meinen Arbeitskollegen in Italien, sind wir gegen 18:00 Uhr wieder Zuhause.
Zwei Sonnenbrillen ärmer, aber an tollen Begegnungen und Erlebnissen reicher.

Herzlichen Dank Dani Müller, Angie, Jarno Möri und Philip Weiss dafür dass wir alles so Hautnah erleben durften, wir euch mit unseren Fragen nicht auf den Wecker gefallen sind.
Es war Hammer mit euch.