Dienstag, 17. April 2018

GPS Tracks visualisieren


Aktuell stossen wir immer mal wieder über unterhaltsame Videos von Touren.
Diese werden in Zeitraffer auf Landkarten dargestellt.



Wie so etwas aussehen kann seht ihr im folgenden.





als Beispiel "Doarama"
hier gehts zur Webseite

Um eine Tour mit Doarama visualisieren zu können, benötigt ihr zuerst einen GPX Track, also eine Aufzeichnung eurer Fahrt.
Für das Beispiel der Jura Tour habe ich die i-Phone App von GPSies verwendet-

zuerst ladet ihr den Track hoch..., anschliessend erstellt ihr daraus das Video.
Die Webseite bietet euch anschliessend auch gleich den passenden HTML Code um das Video in eure Homepage ein zu binden


Ein weiters Beispiel... "Relive"

Um damit eure Routen visualisieren zu können benötigt ihr die App Relive aus dem Apple Store.
Ihr könnt damit eure Route während der Fahrt aufzeichen, pausieren, wieder starten.
Seid ihr an einem besonders tollen Ort an eurer Tour lassen sich direkt in der App Fotos zu eurer Tour hinzufügen.
Wie das aussieht, seid ihr am Beispiel

Relive 'Auf verschlungenen Pfaden'

Relive ist erstmal gratis. Um einige Zusatz Tools nutzen zu können, unbeschränkt viele Touren archivieren, oder um Touren von über 10 Stunden aufzeichnen zu können müsst ihr jedoch eine jährliche Gebühr von 110$ entrichten.


Sonntag, 8. April 2018

Die "einfachmalso" Tour

Zugegeben, mir ist kein schlauerer Titel für diese Tour und den daraus resultierenden Blog Beitrag in den Sinn gekommen.
Andererseits trifft es den Nagel mitten ins Gesicht.
"einfachmalso" weil nicht lange geplant... eifach mol hopp de Bäse.

Für einmal sind wir nicht zwei oder mehr Tage unterwegs. Wir haben uns auf einen Tag geeinigt.
Einfach weil wir mal einen Tag Ruhe brauchen, nicht auch noch am Wochenende früh aus den Federn wollen.

So starten wir gemütlich um neun Uhr Richtig heimischem Rütihof. Dieser trennt Suhren- von Wynental,
Auf seinem Scheitelpunkt links weg Richtung Wannenhof.
Schlossrued, Kirchrued, Schmidrued, Walde.
Als Kinder sind wir hier noch Ski gefahren. Im Aargauer Tagblatt stand jeweils der Pisten Bericht.
"Walde Piste gut".
Skilift und Tagblatt gibt es heute beide nicht mehr.
Schlierbach, Knuttwil, Kaltbach. Hier wird Käse in Höhlen gereift.
Am Ende ist so ein Emmentaler geschmacklich näher beim Gruyere als mir lieb ist. Ich mag in lieber mild, leicht nussig.
Hergiswil bei Willisau, Kurvenreiche Strecke meint mein Navi. Wunderbar.
so kann es weiter gehen... von uns aus den ganzen Tag.
Chalberweid, auch schon Punkt des FMS Pässewettbewerbs.

Weils grad so gäbig geht und wir schon immer mal wissen wollten was denn wäre wenn wir hier links statt rechts fahren, stehen wir kurze Zeit auf der Ahorn Alp.


Kafi, Gepfeli.

Was für ein Kontrast zum letzten Wochenende. Heute tolles Wetter. Milde Temperaturen



Mit einigen ahs und ohs wird die Aussicht gewürdigt. Der Kafi war ok, der Nussgipfel leider weniger.
So etwas gäbe es auch in fein.



Eriswil, Fritzenfluh und weiter zur Lüderenalp. Bärau und weiter zum Blapbach.
Wir nehmen nicht den ausgeschilderten Weg sonder fahren via "Krümpelhüttli"
"es siedefiens Strässli"




Sorbach-Käshüttli und übers Pfaffenmoos. Wir lieben diese Strecke. Sie ist eine alternative zur Kantonsstrasse Richtung Schallenberg.



Auf dem Schallenberg steppt der Bär. Klar bei diesem Wetter. Wir finden ein Plätzli für unsere Raketen, stellen uns in die Warteschlange am Imbissstand.
Vor uns ein Rennvelo Fahrer. Was für ein Kontrast.
Neben all den Motorradfahrer in Goretexanzügen, Protektoren, Lederkombis wirkt er irgendwie wie nackt.

Wir setzen uns ein wenig abseits. Beobachten das treiben auf und neben der Strasse.
Marcel ein guter Bekannter aus dem Dampfrad Forum in Zivil steht unvermittelt vor uns. In Zivil weil in Jeans und ohne Motorrad.
So wird unsere Pause auf angenehme Art etwas ausgedehnt.

Den Schallenberg hinunter bis Oberlangenegg gehts von der Kantonsstrasse weg Richtung Eriz.
Ich rechne mit Sackgassen, Fahrverboten, mindestens aber mit Naturstrassen. Beim planen der Strecke gings etwas gar schnell.
Aber man staune... beinahe ohne Umweg stehen wir auf dem Reust. Ein Punkt des Pässewettbewerbs.

Vorher gings aber noch hoch zum Tüelboden.
Ja, klar, man kann sich auch mit Navi verfahren.
Manchmal lohnt es manchmal eher weniger.
Aussichtshalber hat es sich hier gelohnt.



Über Meiersmaad und Steffisburg gehts nun zum Belpberg. Wir fahren Hermann beinahe durch den Garten.
Gehen jedoch davon aus das auch er heute auf der Strasse ist, wenn nicht, ihn trifftige Gründe hindern und somit wohl auch kein günstiger Zeitpunkt für einen Besuch ist.

Vom Belpberg gehts ziemlich direkt zur Lueg, hinein ins Emmental also.
Im Restaurant auf der Lueg gibts viele Tische. Auf nahe zu allen steht "Reserviert". Tschüss zäme, war schön bei euch.

Irgendwo vor Langenthal, es dürfte Bleienbach sein, machen wir dann doch noch einen Halt.
Was muss, das muss.

Zum zweiten Mal an diesem Tag gehts hoch zum Rütihof. In dessem Restaurant dürfte heute wohl auch Grosskampftag geherrscht haben.

So ganz nebenbei haben wir heute auch eine Handy App getestet. Diese zeichnet die gefahrene Strecke auf und visualisiert diese dann auf einer Landkarte.
Die App hat einen automatischen Pausen Modus.
Photos können direkt in die Aufzeichnung integriert werden.
Die Akku Laufzeit auf dem I-Phone zeigt sich wenig beeindruckt.
Hier das Ergebnis der Aufzeichnung.
Relive

und hier wie gewohnt der Link zur Tour

Dienstag, 3. April 2018

Die Oster Tour... oder am Bachtel liegt noch Schnee

Vorneweg, gewisse Risiken gehen wier bewusst ein, aber niemals Kopflos.

Samstag, 31.03.2018

Vielleicht bliebe man bei diesem Wetter besser zuhause, liesse die Motorräder in der Garage und macht es sich auf dem Sofa bequem.
Aber sind Shrek I und Shrek II, Terminator I bis V, oder Pirates of the Caribiean wirklich eine alternative?
Wir finden nein, studieren am Karfreitag beinahe stündlich die Wetter Prognosen.
Regen Wahrscheinlichkeit für Samstag bei 50, Sonntag bei 30 Prozent.
"sölle mer oder sölle mer ned"?
"mer sölle" beschliessen wir.
Jura oder Ostschweiz?
Im Jura dürften etliche Pässe die wir befahren wollen noch geschlossen, bestenfalls Schneebedeckt sein.
Also Ostschweiz.

Wir nutzen den Freitag zum planen der Route im Basecamp. Versuchen möglichst viele Punkte des FMS Pässewettbewerbs in eine mehr oder weniger sinnvolle Abfolge zu planen.


3 Routen, 3 Tage, jeweils um die 300 Km, sind das Resultat.

Staffelegg, Oberhallauerberg, Randen, Schmidrüti, Sternenberg, Stattboden, Bachtel, Hulftegg, Riegelschwendi, Nollen und Tannenberg. Die Ziele für den ersten Tag.

Sie: "wenn wötsch abfahre?"
Er: "nüni"
Sie: "esch da ned z spo-oot?"
Er: " wenn möchtsch denn Du?"
Sie: "achti?"
Er: "ok de haut achti?"

Es ist kurz nach neun wie wir aus der Garage rollen und "Er" ist Schuld.
Es regnet ganz leicht, der Himmel trüb.
Auf der Staffelegg das erste "Beweis Foto" für den Pässewettbewerb.


(ey Schatz, mach d Auge uf.... und die het welle am achti abfahre)

Vorerst geht es über altbekannte kleine Strässchen durch die Jura Höhen. Obwohl bereits x-mal befahren, immer wieder ein Genuss.
Elfingen, Mönthal, Ampfern, Hottwil, Mandach. Kurven reihen sich an Kurven. Kein Mensch auf der Strasse.

Auf dem Oberhallauerberg der nächste Stopp. Die Wolken hängen tief. Kein Regen, könnte schlimmer sein.


In Begggingen gehts hoch zum "Nollen". Wir erinnern uns an die wunderbare Herbststimmung im letzten Jahr.


Motorräder in Position bringen... "klick"... Beweis Foto und weiter. Teilweise über Naturstrassen hinunter ins verregnete Schaffhausen.


Vorbei an Winterthur, hinein ins Tösstal, folgt eine etwas langweiligere Passage.
Auch solche gibt es.
Stille auf dem Helmfunk.
Wir hängen beide in Gedanken, sind dennoch konzentriert.
Vortritt haben und ihn auch erhalten sind zwei Paar Schuhe.
Ah klar, grad am SMS schreiben.
Da kann man nicht noch auf andere, vorfahrtsberechtigte Verkehrsteilnehmer achten.
Wie hätte wohl die nächste Message ausgesehen, hätte ich nicht für uns beide aufgepasst?
"Du, ich komme später nach Hause, ich habe gerade einen Motorradfahrer abgeschossen?"

Ortschaftsnamen bringen uns immer mal wieder zum schmunzeln. "Tablat", etwas früher auf der Tour ein Wegweiser nach "Fützen".
Hoch zur "Schmidrüti" wird uns bewusst wie kühl und wie früh im Jahr wir unterwegs sind. Es beginnt leicht zu schneien. Die Wiesen bereits in weiss.
Ich studiere immer noch am Ortsnamen "Fützen" herum.
Dinge wie, wie nennt man die Einwohner dieser Ortschaft, heisst diese Ortschaft wie sie eben heisst.
Und wenn diese Einwohner heute auf die Strasse gehen dann sind es nasse......
öööh löööhmers.

Sternenberg, kurze Pause unter dem Dach des "Bus Hüsli".
(Vielleicht sollte ich wegen meinen vorherigen Gedankenspielen mit den nassen.... noch kurz den hiesigen Beichtstuhl aufsuchen.)


"Stattboden". Hier liegt schon ordentlich Schnee. Die Strasse jedoch gut zu befahren.


In "Wernetshausen" nehmen wir den "Bachtel" in Angriff. Fahrverbot an Sonn- und Feiertagen.
Heute ist weder ein Sonn- noch ein Feiertag.
Je weiter wir kommen um so mehr Schnee. Mittlerweile auch auf der Strasse.
Alles fahrbar... zumindest noch.
In einer leichten Linkskurve liegt ziemlich Schnee auf der Strasse. links und rechts schmale freie Streifen.
Sollte passen.
Corinne im Schlepp höre ich "ui nei iii ähhh... Schatz i bem am Arsch".
Weder zu schnell noch unvorsichtig und dennoch am Boden.
Die schmale Spur nicht genau getroffen, rutscht das Hinterrad weg und Corinne liegt auf der Strasse.
Der Duke lässt eines seiner Ohren hängen. Minus ein Handguard und ein Sturzpad am Duke, ein kurzzeitig leicht verbogenes Krönchen bei seiner Fahrerin.
Letzteres lässt sich schnell richten.
Mag sein, das ganze hört sich dramatisch an... aber wie Eingangs geschrieben, Risiken eingehend aber nie Kopflos, sind wir so langsam und vorsichtig unterwegs dass es auch zu Fuss nicht ungefährlicher wäre.

Auf dem "Bachtel" angekommen ist der Adrenalin Spiegel dennoch hoch genug das wir nach der Zigipause glatt das Beweisfoto vergessen. Eigentlich wäre hier Kafi Gipfeli angesagt, aber die Wetterlage mahnt uns zur Weiterfahrt, ehe noch mehr Schnee zu liegen kommt.
"scho no blööd"

Auf der "Hulftegg" dann der Kafihalt.
Ein wenig aufgewärmt nehmen wir die "Riegelschwendi" in Angriff. Der Skilift geschlossen.
Wieso eigentlich? Schnee gäbs genug.


So langsam zweifle ich ob sich unser Vorhaben zur Gänze umsetzen lässt.
Wie siehts wohl auf der "Schwägalp" aus heute?
Wie das Wetter morgen?

Auf dem "Nollen" ist auch dieses Jahr nichts mit Weitsicht.
Wie jedes Mal wenn wir hier sind, ist alles Wolken verhangen. Obwohl, einzelne blaue Stellen sind erkennbar.


Egal, so langsam reichts eh für heute. Eingermassen trocken über den "Tannenberg", vorbei an St.Gallen und ab ins Hotel.
So der Plan.
Aus einigermassen trocken wird nichts. Im Gegenteil werden wir einigermassen nass.

An der Rezeption, wie ich auf Personal warte, bildet sich zeitnah eine kleine Pfütze.
Zwei Türen weiter, im Restaurant, werde ich fündig.
Dem Kellner folgend, gehts zurück zur Pfütze... ähhh Reception.

Treppe hoch, Gang nach hinten, wir stehen im Zimmer.
Zwei Pfützen.
Das Zimmer gefällt, geräumig. Einigermassen gut geheizt. Blick aus dem Fenster, es schneit.
Sölls doch.


Beim Nachtessen scheinen wir die Attraktion des Abends zu sein.
Motorradfahren bei dem Wetter? Geht das? Nicht zu kalt?
Ja, ja, nein. Unsere Antworten.
Und ja, schön wäre uns auch lieber, aber ist jetzt halt wies ist.

Sonntag, 01.04.2018

Ruppen, St. Anton, Stoss, Leimensteig, Schwägalp, Wildhaus, Palfries, Kerenzerberg, Sattelegg, Ibergeregg, Haggenegg, Sattel.

So der Plan heute.

Aber erstmal fein zmörgele. Danach packen und los gehts.
Wieder einmal frage ich mich, in welchem Zustand ich war, als ich zuhause meine Kleider gepackt habe. Das würde locker für eine Woche reichen.

"Ruppen" und "St. Anton" machen riesigen Spass. Die Strasse frei, kurvenreich, kein Schneefall.




Leider macht mein Helmfunk weniger Spass. Anscheinend ist der Akku nicht richtig geladen.
Das Teil macht keinen Wank.
Scho no blööd.

Auf dem "Leimensteig" giesst es wie aus Kübeln, dazu ziemlicher Wind. Mehr als Grund genug für eine Kafi Pause.
Die Wirtin kennt uns noch vom letzten Jahr. Setzt sich für einen kurzen Plausch zu uns an den Tisch.
Ihr falle auf, das seit ein paar Jahren immer mehr Motorradfahrer vorbei kommen.
Warum wohl?
Auch in diesem Jahr ist ihr Restaurant ein Ziel des Pässewettbewerbs.

Wir blicken hinüber zur Schwägalp. Was wir sehen gefällt mir gar nicht.
Mich beschleicht eine Vorahnung und diese verheisst nichts gutes.
Bereits in "Grünau" ist nur noch wenig grünes zu sehen.

Wir reduzieren mehr und mehr das Tempo. Erkennen, heute ist hier kein durchkommen für uns. Suchen bereits nach einer günstigen Stelle um umzukehren.
Ich bin eigentlich bereits über den Punkt hinaus, beschliesse zu stoppen wo ich gerade bin und mir im stehen Gedanken zu machen wies jetzt weiter geht.
Wie ich am Strassenrand stehe, die Füsse beide auf dem Boden, beginnt meine "Zicke" rückwärts zu rutschen. Kein wünschenswertes Gefühl wenn sich ein 240 Kg Motorrad von alleine in Bewegung setzt. Erst recht rückwärts.
5 Meter später komme ich zum Stehen. Die Reifen haben wieder Grip.
Gewonnen ist jedoch noch nichts.
Die Fuhre muss noch gewendet werden.
Corinne steht der Weil gute 20 Meter weiter unten. 20 Meter die den Unterschied zwischen alles unter Kontrolle und Chaos pur ausmachen können.
Ich steige vom Bock, mache mich ans wenden meiner Zicke.
Mag sein das man sich darüber normalerweise keine Gedanken macht.
Im Offroad Trainning bei Danny Wirz wurde das jedoch gezeigt, auf und neben dem Motorrad.
Heute profitiere ich davon.
Alles wunderbar.
Vor meinem geistigen Auge sehe ich orangefarbene 240 Kg mitten auf der Strasse liegen, sehe Autofahrer mit genervtem Blick,
"was macht der Idiot da mit seinem Motorrad"

Und nein, Foto haben wir keines gemacht. Aber glaubt uns... so viel Schnee wars dann am Ende auch nicht.
Eigentlich eine Peinlichkeit von wenig. Aber für ein Motorrad halt doch zuviel.

So drehen wir also um. Fahren statt dessen über die "Riegelschwendi", gestern schneefrei und heute gar nicht mehr so schneefrei. Aber alles fahrbar.
Somit haben wir erstmals die Schnauze voll, lassen Wildhaus links liegen und fahren via Ricken Richtung Sattelegg.
Auf dem Ricken begegnet uns ein Motorradfahrer an der Tankstelle.
Wie es denn so Wetter sei, da wo wir her kämen.
Wie ers fragt, trifft auch das Wetter von da ein wo wir gerade hergekommen sind.
Eine Antwort erübrigt sich. Er dreht um, fährt wieder nach Hause.
10 Minuten später scheint die Sonne.

Die "Sattelegg" hingegen zeigt sich Lammfromm. Das Wetter einigermassen gut, die Strasse schneefrei. Nichts erinnert an unser Fiasko vor kurzer Zeit.


Schauen wir mal was die "Ibergeregg" zu bieten hat. Erstmal sieht alles fahrbar aus.
Vorbei am Sihlsee, oder dem was aktuell vom See übrig ist, gehts nach Unter- und Oberiberg.
Der Pass ist offen.
Zumindest behauptet dies ein Schild.
Und Tatsächlich. Bis auf ganz wenige Stellen ist alles schneefrei. Diese lassen sich jedoch mit einigem "Zielen" Problemlos befahren.
Auf der Passhöhe kurz ein Foto und runter gehts nach Schwyz.
Auf der Strasse über den Sattel ist wenig Verkehr. Und was unterwegs ist, hats allem Aschein nach eilig.
Meeega. Das macht Spass. Die Strasse sogar trocken.


10 Minuten später, Graupelschauer vom feinsten. Wir sind echt froh sind wir nur noch wenige Kilometer vom Hotel entfernt.
Wir werden sehr freundlich empfangen. Kriegen Tips fürs Nachtessen da das Restaurant im Hotel heute geschlossen ist.
Man würde gerne für uns reservieren.
Nehmen wir dankend an.
18:00 Uhr bitte.
Das Essen ist super. wir aber sehr müde.
Eine Stunde später und wir sind bereits wieder in unserem Hotel.

Montag, 02.04.2018

Durch die Vorhänge ist ein Stück blauen Himmels sichtbar. Die Prognose der vereinigten Wetterfrösche scheint für einmal zutreffend.
Nach ausgiebigem und feinem Frühstück, einem deutlich weniger feinen Kaffee, sind wir startklar.
Haben noch kurz den gestrigen Tag Revue passieren lassen, uns darüber ausgetauscht, das gestern Wetter bedingt versäumte nach zu holen. Lassen den Gedanken jedoch schnell wieder fallen.
Könnte sein das an schattigen Stellen kalter Asphalt und eine eben solch kalte Nacht die eine oder andere unliebsame Überraschung bereit hält.
So einigen wir uns schnell darauf heute wie geplant zu fahren, tiefere Regionen anzusteuern.
Kein schlechter Plan wie wir schnell merken werden.

Etzelpass, Raten, Kistenpass, Hirzel, Michaelskreuz, Holderchäppeli, Steinhuserberg, St. Joder.
Die Liste ist heute etwas kürzer, wir geplant so gegen 16:00 Uhr wieder zuhause.


Erneut vorbei am Sihlsee geht es hoch zum "Etzelpass".
Stellenweise ist die Fahrbahn noch ein wenig vereist.
Wie heisst es jeweils in den Strassenzustandsberichten am Radio?
Vorsicht vor überfrierender Nässe.
Und von dieser hat es kurz unterhalb der Passhöhe ein kurzes fieses Beispiel. Nicht viel aber gerade so viel um uns während einer guten Stunde zu beschäftigen.
Fünf Meter können eine unglaublich lange Strecke sein. :-)

Ein bergauf fahrender Rennvelo Fahrer geht noch bevor wir ihn warnen können, mit dem Untergrund auf direkte Tuchfühlung.
Versichert uns aber, nach dem er sich wieder sortiert hat, das der Rest hinunter komplett Eis- und Schneefrei sei.
Ihm glauben?
Wenn ja wie die 5 Meter Eisbarriere überwinden? Die Stelle liegt genau in der ersten Linkskurve.
Also nichts mit Augen zu und durch. Das würde direkt in der ortsüblichen Botanik, sprich Tannenwald enden.
Durch den Schnee am Strassenrand? ... könnte gehen. Was wenn uns der Velo Fahrer veräppelt?
Nä-ä... besser nicht.
Wir entscheiden uns für die alternativ Route.
Dies tut unserem Spass jedoch keinen Abbruch. Wir erreichen Wollerau und stauen ob der aktuell herrschenden Temperatur.
Vielleicht eine oder zwei Stunden später dürfte die Eisplatte am Etzel Geschichte sein.

Wir geniessen die freie Strecke hinauf zum "Raten". Der Parkplatz ziemlich leer. Ich wundere mich noch über die zwei älteren Ducati, nicht ahnend das eine davon zu unserem Bekannten aus der weiteren Umgebung des Raten gehört.
Oli, hätten wir doch früher aufs Handy geschaut. Schade, gerne ein ander Mal.


Unterwegs zum nächsten Wegpunkt des Pässewettbewerbs, dem "Kistenpass" geniessen wir das schöne Wetter und die tolle Aussicht.



Auf dem weiteren Weg, mehr und mehr Motorradfahrer. Nach dem Hirzel in Richtung Albis ganze Gruppen die wie wir das tolle Wetter nutzen.
Der Albis liegt heute jedoch nicht auf unserer Route.

Über tolle kleine Nebenstrecken, meist ohne Verkehr erreichen wir Meierskappel, folgen dem Abzweiger Richtung Michaelskreuz.
Ein Cola und eine Portion Pommesfrites später sind wir schon wieder auf der Strasse.
Für tolle Panorama Fotos ist es jedoch bereits zu dunstig.

Luzern, einmal mitten durch. Wir staunen ob der unglaublichen Menge an Menschen an der Seepromenade.
Schön da nicht dabei zu sein.
In Obernau beginnt die Passtrasse hinauf zum "Holderchäppeli"
Was für ein geiles Stückchen Strasse.


und das schönste, wir haben es für uns ganz alleine.
Auf der Passhöhe kurz ein Foto für den Wettbewerb und weiter gehts. Ich überlege noch kurz obs auch eine Unterzieh Jacke weniger vertragen würde.
"Aber mer wänd etz ned grad drieschüsse wäg es paar Sonnestrahle gä."

Irgendwie sind mir da bei der Planung zum "Steinhuserberg" und zum "St. Joder" ein paar närrische Strässchen rein gerutscht.
Ich erküre sie kurz entschlossen zum Kreis meiner Lieblingsstrecken, hoffe sie anderntags wieder zu finden.
Corinne geht es ebenso. Bloss ohne die Sorge ums wieder finden.
Das überlässt sie üblicherweise grosszügig mir.



Etwa eine halbe Stunde später als geplant, schlagen wir in der heimatlichen NFVZ (Not Futter Vermittlungs Zentrale) auf. Tanken kann man hier übrigens auch ;-).
In Gränichen wird die NFVZ auch einfach COOP Tankstelle genannt.

Drei wunderbare, ereignisreiche, Kräfte zehrende, mit vielen lustigen, einigen etwas weniger lustigen Momenten gehen zu Ende.
Drei Tage die wir trotz des besch..... Wetters zu Beginn, nicht missen möchten.

hier noch der Link zur Tour


Sonntag, 25. Februar 2018

Snoveg, the Aurland Road

Wir schwelgen grad ein wenig in Erinnerungen.
Das Video entstand 2017 in der ersten von insgesamt drei Wochen, unterwegs ans Nordkap.
Der Snoveg beginnt  in Lærdal und führt uns auf über 1306 Meter über Meer nach Aurland.
Vorbei am Aussichtspunkt Stegastein.
(danke Mathias Gilgen für das Video)



 Wir sind beeindruckt von der magischen Aussicht auf den Aurlandsfjord.



Sonntag, 28. Januar 2018

Was muss das muss... oder die 1. Ausfahrt im 2018

Sonntag Morgen.

Corinne ist erstaunlich früh auf. Ein kurzer Blick aus dem Fenster.
Nä-ä... sieht nicht amächelig aus.
Wir lassen uns das Frühstück schmecken. Ich erkenne eine leichte Unruhe bei meinem gegenüber. Immer wieder wandert der Blick aus dem Fenster.
Seit der letzten Motorrad Tour sind es beinahe zwei Monate her. Langsam machen sich Entzugserscheinungen bemerkbar.
Irgend etwas stand irgendwie immer im Weg. Wenn nicht etwelche Verpflichtungen, dann schlechtes Wetter.

Für mich passts, ich „müsste“ heute nicht vor die Türe.
Also ab aufs Sofa und vor die Kiste, „Schellen Ursli“ von Xavier Koller.

„Du-u, wettsch Du ned go Töff fahre?“
40 Minuten später, wir rollen aus der Garage. Voll tanken, Luft kontrollieren.
Gränichen, via Rütihof und Richtung Schöftland.
Reitnau. Im Sommer findet hier jeweils das Bergrennen statt.
Weiter Richtung Pfaffnau, Melchnau.
 Über die Lüderenalp gehts Richtung Blappbach.



 Schallenberg, der Parkplatz fast leer.
 Gurnigel, zwischenzeitlich Sonne und blauer Himmel. Herrlich.






Durchs Emmental gehts nach Hause.
Mittlerweile ist es dunkel geworden.
Zum Abschluss und zur Feier des Tages gibt es ein Fondue.


Sonntag, 15. Oktober 2017

der Villa Wahnsinn

Der Post Titel ist ein kleines Wort Spiel in Anlehnung der gleichnamigen Lokale in der Mitte der 90er Jahre.
Nein, kein Besuch in der Villa Wahnsinn, wir wollen in die Villa Morissolino in Trarego, Lago Maggiore.
Villa Morissolina
Und diese Villa ist schlichtweg der Wahnsinn.
Wie im letzten Jahr, wird unser Besuch durch das Dampfrad, ein Motorrad Forum, organisiert.
Dampfrad

Samstag, Anreise

Wir fahren auf eigene Faust nach Trarego. Leicht verspätet. Geplant war sieben Uhr, nun ist es halb acht. Auch kein Beinbruch.
Ab Sursee Autobahn bis Amsteg, ab da auf der alten Gotthardstrasse. So ist der Plan.
Kurz vor Sursee lichtet sich der Nebel


Ohne Stau erreichen wir Amsteg. Leider keine Selbstverständlichkeit mehr. Die alte Passstrasse bis Wassen macht mega Spass. Vor uns eine Gruppe Aargauer und Zürcher.
Kurz vor der Abzweigung zum Susten fährt mir ein Maserati vor den Latz. Klar, so ein kleines Motorrad kann man schnell mal übersehen.
Der Maserati will auch über den Susten, leider. Fahrer und Fahrzeug können ausser Lärm nicht viel.
Auf den Geraden schnell, sehr schnell. Zu schnell zum überholen. Vor den Kurven dann wieder langsam, sehr langsam.
Nach einigen Minuten hat der Fahrer ein Einsehen, macht den Weg frei.

Teilweise ist die Fahrbahn feucht, lässt erkennen das auch schon mal gesalzen wurde. Wir fragen uns Glatteis ein Thema sein könnte, sind entsprechend aufmerksam.
Kurz nach neun stehen wir auf dem Pass.
Das Restaurant ist bereits im Winterschlaf .... also kein Frühstück auf dem Susten.



Es geht hinunter nach Innertkirchen. Kein Verkehr. Wir haben den Pass für uns alleine.
Auch hoch zum Grimsel ist um die Zeit noch wenig los.
Unsere Lieblingsbeiz wird wohl bereits geschlossen sein.
Also setzen wir den "Einkehrschwung" bei der ersten Gelegenheit an.

"Grüezi Fröilein, Kafi Gepfeli"
Jo, Nossgepfel esch au ok"
"Zwöi mol bitte"

Der Nussgipfel entpuppt sich als Nusstange. Staubtrocken. Egal, der Ausblick entschädigt.



Kurze Pause und weiter gehts.
Äne abe ond donde weder ufe.
Hoch zur Furka. Ein Traum.
Kurz vor Realp zwei ausländische Reisebusse. Ich kann überholen, Corinne hängt hinter den beiden fest.
"Biker 2 getrennt" vermeldet mein Helmfunk.
Einmal mehr nehme ich mir vor nach einer alternative Ausschau zu halten.
Vielleicht gibt es ja mittlerweile etwas besseres als unser Scala G9.
Sponsoren dürfen sich gerne melden.

Die Dicke vermeldet mal wieder Durst. Das Navi im Gegenzug das es wohl noch bis nach Airolo reichen wird.
Ich warte auf Corinne. Versuche die Verbindung zu ihr wieder herzustellen.
"Biker 2 verbinden"
"Nei, ned de Radio ischalte"
Lautstark quäkt es in meine Ohren
"Radio aus"
Das Scala wechselt den Sender. Auch nicht besser.
Irgendwann klappt es. Auf mein "Hallooo" meldet sich Corinne. Sie sei hinter mir.

Wir fahren hoch zum Gotthard, biegen ein auf die Tremola. Die alte Passstrasse hinunter nach Airola besteht zu einem grossen Teil aus Kopfsteinpflaster und ist eine dankbare alternative zur heutigen Passtrasse.



In Airolo wird getankt und das eine oder andere warme Kleidungstück gegen etwas luftigeres getauscht. Es geht bis Bellinzona auf die Autobahn.
Ab Ausfahrt Bellinzona Süd auf die gefürchtete Via S. Gottardo, bzw. Via Cantonale.
Gefürchtet, da sich hier in den Sommermonaten der Verkehr bis zum Kreisel "Cadepezzo" für gewöhnlich staut.
Heute passt es. Kein Stau.
Statt Richtung Locarno fahren wir links Richtung Vira, also linkes Ufer des Lago Maggiore.
In Vira beginnt die Passtrasse über die Alpe di Neggia.
Übrigens Bestandteil des FMS Pässewettbewerbs.

(Blick hinüber ins Verzascatal)



Hinunter, durch kleinste malerische Ortschaften erreichen wir, mittlerweile in Italien, Maccagno.
Richtigerweise heisst es seit 2014 Maccagno con Pino e Veddasca.

Entlang des Laggo Maggiore, zuerst durch Luino, erreichen wir Laveno-Mombello.
Der Verkehr seit einiger zeit mehrheitlich auf 50 Kmh. eingebremst, bleibt ausreichend Gelegenheit ab und zu einen Blick auf den See und das gegenüberliegende Ufer zu werfen.
Irgendwo da drüben liegt Trarego und die Villa Morissolina.

Für uns heisst es kurz warten. Warten auf die Fähre hinüber nach Verbania. Wir lernen zwei Schweizer Motorrad Fahrer kennen. Ebenso begeistert vom tollen Wetter wie wir. Auch sie kommen von der Alpe di Neggia.

Auf der Fähre macht sich etwas Müdigkeit bemerkbar. Es ist mittlerweile kurz vor vier. Mit kleinen Unterbrüchen sitzen wir seit gut 8 Stunden auf den Böcken. Irgendwann ist dann auch einfach mal gut.





Trotz Müdigkeit, immer noch guter Laune.

In Verbania das üblich "Puff".
Die vielen Fahrzeuge aus der Fähre, welche sich in die Ortschaft ergiessen auf der einen Seite.
Auf der anderen, die vielen Touristen die noch kurz die Strassenseite wechseln wollen.
Daneben all die Einheimischen Roller- und Motorradfahrer, für die eine Sicherheitslinie oder eine Sperrfläche in der Mitte der Strasse einzig ihre ganz persönliche Freifläche zum überholen markiert.
"Muesch em Fall uhuere ufpasse... kennsch?"

Entlang des Sees nochmals eine Geduldsprobe. Ein Schweizer, unterwegs mit 48, im 60iger.
"Schööön die Landschaft gäll"
"Aber wörsch trotzdem chli fahre?"

In Cannero der "U-Turn" links in die Strasse nach Trarego hinein.
Nochmals ein kleiner Leckerbissen in punkto Aussicht und Kurven.

Nur Michel ist noch vor uns in der Villa. Sitzt schon beim Bier.
Caroline sieht uns unseren Durst wohl an. Frägt nur nach Anzahl und Grösse.
"Prost zäme"
Herrlich, das erste schmeckt immer am besten.


So nach und nach tauchen die anderen auf.
Wer, wie, wo lang? Erfahrungen und Erlebnisse der Fahrt werden ausgetauscht.
Langsam macht sich Hunger bemerkbar.
Noch kurz unter die Dusche, umziehen und zu Tisch.


Thomas hat wieder gezaubert. Das Essen ist schlicht der Wahnsinn.
Wir sitzen in gemütlicher Runde am Tisch und geniessen was da serviert wird. Zum Abschluss noch einen Grappa. Bereits ist es Zeit schlafen zu gehen.
Mir fallen ehrlich gesagt beinahe die Augen am Tisch zu. Corinne ist noch erstaunlich fit.

Sonntag, Heimfahrt




Ein herrlicher Sonnenaufgang beim Blick aus unserem Zimmer.
Ein paar "Dampfradler" sitzen bereits beim Frühstück.
Der eine oder andere Kopf scheint noch etwas schwer.
Grappa?

Erstaunlicherweise habe ich bereits wieder Hunger. Wir nehmens gemütlich und geniessen.
Ein paar unsere Gruppe wollen noch an den Markt in Cannobio, andere direkt auf den Heimweg.
Wir werden auch heute wieder alleine fahren, haben noch den einen oder anderen Umweg auf dem Plan.

"Tschüss zäme, het meeega Spass gmacht."
" Händ Sorg bem fahre".

Bis wir uns auf den Weg machen ist es knapp vor elf Uhr. Zugegeben, etwas sehr spät.
Wir fahren Richtung Cannobio und weiter heinein ins gleichnamige Tal.
Ich sehe noch eine Tafel mit einem Fahrverbotszeichen und etwas in der Art von "Transit" vorbei huschen.
Auch Corinne hats nicht genau gesehen.
Wir werden sehen was es zu bedeuten hat. manchmal sind in Italien oder Frankreich Strassen gesperrt.
Das heisst nicht in jedem Fall das man nicht durchfahren darf oder kann.
Manchmal bedeutet es auch,
"wenn im Fall uf d Frässe flügsch besch sälber gschuld"
"Chom de eifach ned cho Lätsche"

Aber nach einem vielversprechenden Anfang mit tollen Kurven ist tatsächlich Schluss.


Endstation Felssturz. Hier führt für uns kein Weg daran vorbei. Die Strasse wird wohl noch längere Zeit gesperrt bleiben.

Es bleibt nichts anderes übrig als kehrt zu machen, zurück nach Cannobio, dem See entlang nach Verbania und von dort aus weiter Richtung Simplon.
Unterwegs begegnen uns die zwei Motorradfahrer von gestern auf der Fähre. Sorry Jungs.... wir konnten euch nicht warnen.
Gibt es ein Internationales Zeichen für "Strasse gesperrt, dreht um"?


Wir werden entschädigt durch tolle Ausblicke auf den See. Glücklicherweise herrscht wenig Verkehr.

Der Simplon ist Landschaftlich zwar schön, die Strecke über den Pass jedoch eher uninteressant.
Zumindest man auf der E62 bleibt




Unterhalb der Passhöhe bietet sich eine Gelegenheit die "Autobahn" über den Pass zu verlassen.
Hier machts mehr Spass.
Bis Visp nehmen wir anschliessend den direktesten, schnellstmöglichen Weg. Hinein ins Tal Richtung Saas Fee und Zermatt.
In Stalden zweigt die Strasse rechts ab nach Törbel, über die Moosalp nach Bürchen.
Wir lieben dieses Pässchen.



Auf der Passhöhe gibts feine Raclette. Aber nicht heute. Der Parkplatz vor den beiden Restaurants übervoll. Die Aussicht auf einen freien Platz auf einer der Terassen eher unwahrscheinlich.
Wir fahren direkt weiter, wieder hinunter ins Rhonethal. Vorbei an Leuk und weiter bis Riddes. Teilweise auf der Autobahn.
Ich freue mich auf den "Croix de la Coeur" ... ein Übergang von Riddes nach Verbier. Zu einem guten Teil Naturstrasse.
Aber alleine die Strasse nach La Tzouma wo die Naturstrasse beginnt, ist ein absoluter Genuss.
Wir lassen es krachen. Immer mal wieder einen Blick ins Tal riskierend.
Herrlich.

Leider entpuppt sich der Weg zum Croix de la Coeur als Griff ins Klo. Zumindest gut die Hälfte bis hoch zum Pass wurde zu Tode gesplittet.
Was früher Naturstrasse war, wurde unter Tonnen von Split verschüttet.


Erst das letzte drittel ist noch so wie wir es kennen.



Die wenigen letzten verbleibenden Meter Naturstrasse geniesse ich entsprechend.
Oben auf dem Pass machen wir halt.
Das Restaurant hat noch auf.

Die Schatten werden länger. Noch ist hier oben Sonnenschein, Die Täler jedoch bereits im Schatten.



All zu lange dürfen wir uns nicht mehr Zeit lassen, wollen wir die letzten zwei Pässe nicht in völliger Dunkelheit befahren.
Auch die Strasse hinunter nach Verbier ist längst keine Naturstrasse mehr. Schade. Mir hats früher besser gefallen.

In Martigny fahren wir auf die Autobahn auf, stehen alsbald im Stau. Geduld ist gefragt.
Klar, man könnte überholen, in der Mitte der beiden Fahrzeug Kolonnen währe genügend Platz.
Erlaubt ist es klar nicht. Wir lassen es ... zumindest heute.
Haben ja nicht so weit, bis zur Ausfahrt nach Ollon und hoch zum Col de la Croix.
Noch einmal kurz tanken und ab gehts.
Kein Mensch auf der Strasse. Hoffentlich auch keine Tiere. Die Zeit dafür wäre es.

Etwas unterhalb der Passhöhe der Blick hinüber zum Col du Pillon.
Noch ist es hell genug, ab da dann wohl dunkel.


Egal, dunkel hin oder her, wir geniessen das Abendrot, das Dämmern.


Mit dem letzten Tageslich fahren wir über den Col du Pillon und hinunter nach Gsteig. Nun sind wir in völliger Dunkelheit unterwegs.
Für Corinne ein Novum. Soweit ich mich erinnere war sie noch nie Nachts unterwegs.
So lange die Kurven nicht zu eng sind reicht die Ausleuchtung. Werden sie enger, so herrscht auf der Kurven innen Seite Dunkelheit.
Ich mags nicht besonders.

Vorbei an Gstaad, Schönried und Zweisimmen begegnet uns kaum ein andere Verkehrsteilnehmer. Kein Gefühl für Zeit würde ich schätzen es sei mitten in der Nacht. In Wahrheit ist es kurz nach acht.
In Wimmis auf die Autobahn, sind wir nach kurzer Zeit in Bern.

"Biker 2 getrennt"
An Corinnes Headset ist der Akku leer.
Die Meldung fühlt sich nicht gut an.
Ein seltsames Gefühl.
 Auf der weiteren Fahrt herrscht dichter Verkehr. Von Staus bleiben wir jedoch verschont.
21:38 Uhr erreichen wir unsere "Home Base".

Zwei supertolle Tage mit herrlichem Wetter, traumhaften Strassen und meeeg tollem Essen sind Geschichte.
Dem organisierenden Dampfrad Team und den Teilnehmern herzlichen Dank.
Es hat Spass gemacht mit Euch.

Thomas und Caroline herzlichen Dank für die Bewirtung und dickes Kompliment für das sensationelle Essen.

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