Montag, 31. August 2015

Obersalzberg, Kehlsteinhaus und weiter nach Kufstein

Trotzdem es gestern etwas später wurde, der Abend feuchtfröhlich, sind wir früh unterwegs.

Die ersten Ausflugsschiffe auf dem Königssee legen gerade ab. 


Der Ort ist sehr idyllisch und passt so gar nicht zu unserem nächsten Ziel, dem Obersalzberg und dem Kehlsteinhaus. 


Und doch, vielleicht passt gerade zu dieser Zeit die Dokumentation Obersalzberg und dem NS Regime ganz besonders gut. 

Mit Bussen geht es hoch zum Kehlsteinhaus, von Martin Bormann während dem Nazi Regime gebaut. 
Die Strasse hinauf ist abenteuerlich und beeindruckend zugleich. 


Die Aussicht ist atemberaubend. 


Tief unter uns der Königssee. 
Über uns das Kehlsteinhaus oder Eagles Nest, wie es auch genannt wird. 


Faszination und beklommenheit gleichermassen befällt uns. 


Massen von Touristen strömen aus dem 150 Meter hohen Fahrstuhl. 
Ich frage mich, was ihnen über die Geschichte bekannt ist und wie mancher insgeheim begeistert ist ob der Leistung die hier mit dem Bau der Strasse und des Gebäudes vollbracht wurde. 

Wir machen uns wieder auf den Rückweg, wollen noch die Dokumentation und die Bunkeranlagen sehen. 


Spätestens jetzt weicht jegliche Bewunderung über das Bauwerk, einer tiefen Abscheu über das 3. Reich. 

Still und leise, jeder seinen eigenen Gedanken nachängend, machen wir uns wieder auf den Weg, versuchen das gesehene abzuschütteln. 
Und doch, mir gelingt es ob der zur Zeit dramatischen Flüchtlingssituation und den diversen Äusserungen dazu nur schwer. 

Wir leben in einem priviligierten Land und in einer ebenso priviligierten Zeit. 
Wenn nicht hier und jetzt, wo sollte einem dies besser in Erinnerung gerufen werden. 

Irgenwann nach Berchtesgaden befahren wir ein Stück der deutschen Alpenstrasse. Vorbei, oder besser durch Reit im Winkl. 

Alsbald passieren wir die Deutsch Österreichische Grenze Richtung Kufstein. 
Obwohl nur ca. 160 Kilometer seit unserem Start am Königssee, kommt uns die Fahrt wie eine Ewigkeit vor. 

Erst am Walchsee sind meine Gedanken wieder fröhlicher und ich beginne zu geniessen. 

Wir freuen uns auf unser Hotel, das Wellness Schloss Panorama Royal in Bad Häring. 



Jetzt heisst es erstmal einen ganzen Tag den Luxus geniessen, bevor es dann am Mittwoch wieder weiter geht. 

Sonntag, 30. August 2015

Von angriffslustigen Rentner, verlorenen Schlüsseln und Temperaturen umdie 36 Grad

Frühstück im Alexanderhof in Millstatt.
Wir möchten wissen an welchen Tisch wir uns setzen dürfen. 
Der Speisesaal ist gefüllt mit einer Gruppe angriffslustig dreinblickenden  Rentnern. Ein ganzer Reisebus voll. 
Beim Versuch ein frisches Brötchen zu ergattern werden wir buchstäblich weggechekt.

Ich frage den Kellner nach unserem Tisch. 
"Wer sind sie"
"Ich bin der Mann im Mond und möchte hier frühstücken".
"Sind sie heute morgen angekommen"?
"Nee, Vollmond war gestern, ich hab in Zimmer 301 geschlafen und hab auch gleich die Venus mitgebracht".

Zürück auf dem Zimmer. Packen ist angesagt. 
Ich suche den Schlüssel meiner Seitenkoffer. 
Die Nerven liegen blank. Alles nochmals auspacken. 
Der Schlüssel bleibt verborgen. Auch an der Reception, nichts. 
Am Motorrad? Fehlanzeige. 
Nochmals aufs Zimmer, sämtliche Taschen durchsuchen. 
Nichts. Der ist weg denke ich und überlege Plan B. 
Da entdecke ich ihn auf dem Boden, unter einem Stuhl. 
Wir können endlich los. 
Haben Verspätung. 

Vom Millstättersee gehts über die Nockalm. 
Schöne Gegend


Kurzer Halt, nettes Gespräch mit zwei Harley Fahrern. 

Es folgen der Sölk- und der Koppenpass. 



Vorbei am Hallstättersee. Herrliche Ausblicke. 


Und doch, auch heute zieht sich der Weg ins unendliche. Wir verspüren eine Müdigkeit und irgendwie auch eine gewisse Sättigung. 

Wir sind froh wie wir unser Hotel am Königssee erreichen. 
Die Fahrt durch Berchtesgaden hat uns nochmal die volle Dröhnung gegeben. 

Schnell aufs Zimmer, aus den Klamotten und ran ans Bier. 
Wir lernen Matthias und Petra aus der Nähe Bonn kennen. 



Vielen Dank für den tollen Abend euch beiden. 

Müde fallen wir ins Bett. 

Samstag, 29. August 2015

Der Grossglockner

Erstmal wird bezahlt. Der Grossglockner ist der teuerste bisher.
24 Euro pro Motorrad. 
Die Strasse ist gut ausgebaut. Gleicht einer Schnellstrasse und ist vergleichbar mit der Gotthard Passstrasse. 



Wir fahren weiter Richtung Plöckenpass. Dieser ist wieder eher nach unserem Geschmack. Kurz nach der Passhöhe sind wir wieder auf italienischem Boden. 
Das verrät uns auch der Strassenbelag. 

Vor uns eine Kollone, an deren Spitze ein Wohnmobil. 
Ein Wohnmobil hat zwei Ansichten. Die etwas nervige hintere. Die tolle vordere welche du nach dem überholen im Rückspiegel siehst. Im wissen darum das du nun erstmal freie Fahrt hast. 
So auch diesmal. Endlich überholt ist weit und breit nichts mehr zu sehen. 
Herrlich, wir geniessen die Fahrt. 

Mit jeder Kurve wird es wärmer und wärmer. 
Eine kurze Pause. Wir suchen Schatten. 


Über Schnellstrassen erreichen wir den Beginn der Nassfeld Passstrasse. 
Schon die ersten Meter sind vielversprechend. 
Und tatsächlich, bis obenhin ist die Strasse eng, steil, die Kurven zahlreich. 
Oben angekommen, Kafihalt. 
Wir sind ziemlich fertig. 
Waren wohl gestern doch etwas zu lange an der Hotelbar. Mit Lothar und Elke, einem Paar aus Hannover. 
Lothar fährt Citroen C5.
Ich find das Auto so gar nicht toll. Er schon. 


Auch auf dem Nassfeldpass verläuft die Grenze auf der Passhöhe. Wir sind also wieder in Österreich und noch ca 80 Kliometer zu fahren. 
Wer selber Motorrad und Touren fährt, der kennt sie, die letzten Kilometer bis zum Hotel. 
Man wir ungeduldig, der Hintern schmerzt, die Landschaft zwar schön, aber irgendwann hat man dann auch mal genug gesehen von der schönen Landschaft. 
So auch heute wieder, die letzten 30 zehren an der Geduld. 

Irgendwann die ersten Schilder "Millstättersee"
Und tatsächlich irgendwann ist er da der See..
Das Hotel liegt etwas erhöht und von unserem Zimmer hat man einen wunderbaren Ausblick. 




Freitag, 28. August 2015

Die Kurvenhaz geht weiter

Der Römerhof in St. Andrä war die Entdeckung bisher. 
Super Zimmer mit Terrasse, fantastische Küche. Pool, Garage und nicht zuletzt sehr nettes Personal. 
Nach dem Frühstück stehen wir in der Garage und beladen unsere Bikes. Kontrollieren noch schnell den Ölstand und programmieren das Navi. 
Die Dicke braucht etwas Öl. 

Halb zehn und wir starten Richtung Österreich. 

Nochmals geht es hoch zum Würzjoch. 
Tolles Wetter, kein Verkehr. 
Doch irgend etwas ist anders heute. 
Irgendwie rutsche ich mit dem rechten Fuss auf der Fussraste herum. 
Noch merke ich nichts. 
Ein paar Kurven weiter, ein paar überholte PW später, wieder das komische rutschen des rechten Fusses auf der Raste. 
Seltsam. 
Ich überlege, suche nach dem Grund, schaue auf meine rechten Stiefel. 
Wunderbar wie der glänzt in der Sonne. 
Als sei er frisch eingeölt. 
Öl?
Öhhh... Wie kommt Öl an meinen Stiefel?

Schlagartig wird mir klar das ich mich soeben selbst für den Dorfdeppen Preis nominiert habe. 

Das an meinem Steifel ist tatsächlich Öl. 
Der Fuss rutscht weil der Öldeckel der Dicken sammt Messstab in der Fussraste steckt. 
Ich Depp. 
Ich habe nach dem Öl einfüllen den Deckel vergessen. 
Was für ein riesen Glück das ich diesen nicht verloren habe. 
Ich habe in der Vergangenheit schon Tankdeckel, Schlüssel, Handschuhe auf dem Autodach vergessen. 
Einmal sogar ein Handy. 
Aber das toppt nun alles. 

Aber was solls, der Deckel ist noch da. Nochmals Öl auffüllen und weiter gehts. Eine wenn auch peinliche Erfahrung reicher. 


Alta Badia, Passo d'Valparola, Falzarego nach Cortina d'Ampeza. 
Über den tre Croci zu den 3 Zinnen und runter nach Toblach. 


Die Gegend verändert sich. Die Dolomiten liegen hinter uns. 
Wir biegen ins Antholzertal ab und fahren Richtung Staller Sattel. 
Die Passhöhe liegt auf 2052 m Höhe. 
Ein richtiges Highlight. 


Auf der italienischen Seite besteht eine Einbahnregelung. Von der halben bis dreiviertel Stunde hoch, von der ganzen bis viertel nach hinunter. 


Über den Felbertauern geht es runter nach Mitersill, Zell am See und rein ins Tal Richtung Grossglockner. 
In Fusch ist unser Hotel und wir für heute am Ziel. 

Donnerstag, 27. August 2015

Kurven surfen in den Dolomiten

Siebenhundert Kilometer in den Dolomiten liegen hinter uns.
Unzählige Kurven. Tolle Pässe. Ebenso tolle Aussichten auf die schroffen Zacken der Dolomiten. 
Da waren aber auch der Autofahrer, der mitten auf der Strasse stand, direkt hinter einer Kurve und Fotos machte. Oder der Motorradfahrer der die Plastikteile seiner Verschalung zusammen suchte. 
Der Kawa Pilot der zwar auf der Geraden schnell, in den Kurven dann aber eher im Weg war. 
Da waren Reisebusse, Wohnmobile, Lastwagen und Staus auf Passhöhen. 

Da waren aber auch ganz viele Kilometer zum geniessen.
Teilweise alleine bis zur Passhöhe und auf der anderen Seite hinunter. 

Stellvertretend für all die beeindruckenden Panoramen, einige Bilder aus den Dolomiten. 

Heute gehts nun Richtung Grossglockner. 







Dienstag, 25. August 2015

Scooter fahren von der Plose nach St. Andrä

7 Uhr, ein kurzer Blick aus dem Fenster, Regen. Wir ziehen uns nochmals die Decke über die Nasenspitze. 
Die Motorräder bleiben in der Garage und wir noch ein wenig im Bett. 

Um neun raffen wir uns dann doch auf und kämpfen uns zum Frühstücksbuffet durch. 
Das Hotel ist voll belegt und wir nicht die einzig hungrigen Gäste. 

Wir haben Gratistickets für die Plosen Bergbahn erhalten, machen uns auf zur Talstation und mit der Gondelbahn hoch zum Gipfel 


Schon wieder hungrig, gibts Kuchen und so etwas ähnliches wie Kaffee. Brrrrrr... Ein grausliges Gebräu. 



Die Aussicht geniessen wir trotzdem. 



Ins Tal gehts mit gemieteten Scootern. 
Ein spontaner Entscheid den wir nicht bereuen. 
Ein "bäriger" Spass wie uns die Bedienung im Berg Restaurant vorausgesagt hat. 


Wir lassen es krachen. Werden ordentlich durchgeschüttelt. 


Die Fahrt macht riesig Spass. 

Von der Talstation führt ein kurzer Spaziergang direkt zu unserem Hotel. 
Vorbei an einem kleinen Wasserfall. 



Nun noch kurz in den Hotelpool. Und dann an den Futtertrog. 
Ich höre ein Wienerschnitzel meinen Namen rufen. 


Montag, 24. August 2015

Stelvio im Regen, Timmelsjoch im Nebel

Es regnet wie wir unsere Motorräder in der Garage des Hotels Madatsch in Trafoi beladen.
Wir unterhalten uns kurz mit zwei Deutschen Motorradfahrern. Sie sind gestern übers Stilfserjoch in Trafoi angekommen. 
Der eine der beiden hatte unterwegs Feindkontakt in einer der unzähligen Kehren. Seine GS hat nun eine bleibende Erinnerung ans Stilfserjoch am Zylinderdeckel. 
Die beiden fahren an den Gardasee, wir nehmen das Joch in Angriff. 

Viel haben wir gehört über die Passstrasse. Vieles was uns Respekt macht. 
Entsprechend sind wir gespannt was uns erwartet. 
Schon bald merken wir das vieles vom gehörtem eine Art Jägerlatein ist. 
Die Strasse ist teilweise etwas holprig, die Kehren etwas eng, aber etwas besonderes ist es vom fahrerischen her nicht. 
Leider ist das Wetter schlecht was die Aussicht betrifft. 
So halten wir uns nur kurz auf dem Stelvio auf und fahren weiter Richtung Umbrail und runter nach Santa Maria. 



Erneut passieren wir auf dem Reschenpass die Grenze zu Österreich, biegen vor Nauders links ab und entdecken ein wunderschönes Pässchen, die Norbertshöhe. Diese verbindet das Österreischische Nauders mit dem Schweizerischen Martinsbruck im Unterengadin. 

Wieder auf der Reschenpassstrasse, fahren wir nun Richtung Prutz und von da ins Kaunertal. 
Die Kaunertaler Gletscherstrasse ist Gebührenpflichtig. 26 Euro für zwei Motorräder. Die Strasse führt uns auf 2750 MüM direkt an den Gletscher. 


Ich war hier schon einmal, im Winter bei über 25 Grad unter Null. 
Heute ist es knapp um die 8 Grad. 
Der Gletscher leidet. 


Unterwegs begegnen uns immer wieder Kühe direkt auf der Strasse. Es soll Leute geben die daran glauben das man diese Tiere umschubsen könne, geht mir durch den Kopf. Wir wollens nicht ausprobieren und fahren entsprechend vorsichtig. 



Zurück in Prutz gehts auf dem schnellsten weg nach Imst und rein ins Ötztal. Die bekannteste Ortschaft im Ötztal dürfte wohl Sölden sein. 
Scheint als sei hier auch im Sommer der Bär los. 
Apropo Sommer, wars im Kaunertal einigermassen schön, ist es hier extrem windig und bedeckt. 

Wir sind nun im Gurglertal mit den Ortschaften Obergurgl und Hochgurgl. 
Oberhalb Hochgurgl beginnt die Mautstrasse zum Timmelsjoch. 
24 Euro wechseln den Besitzer, gefühlte 100 Meter später sind wir in dickem Nebel. 
Dieser begleitet uns über die Passhöhe bis fast ganz hinunter nach Sankt Leonhard in Passeier. 

Via den Jaufenpass erreichen wir Sterzing und die Brennerstrasse. 
Das Navi zeigt noch 29 zu fahrende Kilometer an. 
Wir sind langsam bedient, die heutige Etappe mit 360 Kilometer lang genug. 
Es beginnt wieder zu Nieseln. 
Wir quälen uns durch den dichten Verkehr in Brixen. 
Unser Hotel liegt etwas oberhalb Brixen, an der Strasse zum Passo delle Erbe. 

19 Uhr sind die Motorräder in der Garage und wir beim Feierabend Bier. 




Sonntag, 23. August 2015

Über die Silvretta zum Stilfserjoch

Das Abendessen im Hotel Faschina war ausgezeichnet.
Auch das Frühstück ist perfekt. Wir kommen mit unseren Tischnachbarn aus Deutschland ins plaudern, vergessen beinahe die Zeit. 
Wir müssen los, unsere sieben Sachen zusammen packen und die "Zicken" satteln. 

Wir werden beobachtet. Im Garten des Hotels sind 3 Alpackas. 


Etwas wenig später als geplant sind wir unterwegs Richtung Lech und dem Hochtannbergpass und dem Flexenpass. 

Wir sind zügig unterwegs, haben uns einer Gruppe Motorradfahrer aus Österreich angeschlossen. 
Diese scheinen die Strecke zu kennen. 
Wir sehen ein paar haarsträubende Überholmanöver. 
Gewisse Motorräder scheinen einen Radar verbaut zu haben. 
Wir wundern uns aber auch wie oft Autofahrer die Kurven schneiden und den Platz beanspruchen der eigentlich in dem Moment uns zustehen würde. 

Übrigens, Corinne ist mitlerweile sehr gut unterwegs. Ich weiss, sie könnte schneller, wäre ich vorne nicht im Weg. 
Sie empfindet das Tempo als gemütlich, ich hab das Messer zwischen den Zähnen. 
Wir ziehen uns gegenseitig auf. 

Ein Unfall stoppt unsere Plauderei. 
Ein Motorrad liegt auf der Strasse, dem Mercedes fehlt die halbe Vorderachse. 
Einer, vielleicht auch zwei Menschen gleichzeitig, haben falsche Entscheidungen getroffen. Der eine steht bleich am Strassenrand, der andere wird im Hubschrauber abtransportiert. 
Was passiert ist, wer Schuld, keine Ahnung. In dem Moment spielt die Schuldfrage auch eine untergeordnete Rolle. 
Werd wieder Gesund lieber "Kollege". 
Wir wünschen Dir (unbekannterweise) an dieser Stelle alles Gute. 

Das gesehene hängt in unseren Köpfen wie wir Lech und Zürs durchfahren. 
Jeder macht sich so seine Gedanken zum möglichen Hergang, überlegt wie solches zu verhindern wäre. 

Wir machen eine kurzen Abstecher zum Arlbergpass. Eine Kaffee Pause scheint eine gute Idee. 
Auf dem Arlbergpass tobt das Leben. 
Wegen Instandhaltungsarbeiten ist der Strassentunnel geschlossen. 
Wir bleiben nur kurz. 


Vor Bludenz biegen wir ab ins Montafon. An der Mautstation der Silvretta Hochalpenstrasse bezahlen wir den geforderten Obulus. 


Schnell sind wir am Stausee oben. Lernen etwas über Stromgewinnung und das der Silvretta Stausee der höchste in Europa sei. 

Wir fahren weiter. Zeinisjoch und Pillerhöhe. 
Die Strasse hinauf zur Pillerhöhe ist ganz nach meinem Geschmack. 
Corinne klebt mir buchstäblich am Arsch, der Drehzahlmesser am roten Bereich. 
Hmm....

Auf der Pillerhöhe gibt es eine tolle Aussichtsplattform, schon beinahe ein Airwalk. 



Nach kurzer Pause fahren wir weiter zum Findtermünzpass, verlassen auf dem Reschenpass Österreich und sind nun in Italien. 
Es begrüsst uns ein Stausee und schlechtes Wetter. 
Es beginnt zu Nieseln. 
23 Kilometer später sind wir in Trafoi und im Hotell Madatsch. Froh trocken angekommen zu sein. 

Der Empfang ist sehr herzlich. Die Motorräder kommen in die Garage und wir unter die Dusche. 

Um sieben wird ein sechs Gänge Menu serviert. 
Für 24 Euro !!!!!
Das Essen ist hervorragend. Der Koch ein Künstler. 

Nach dem Essen bleiben wir bei der Chefin des Hauses an der Baar hängen.  
Einige Sambuco später fallen wir dann doch ins Bett. 

Samstag, 22. August 2015

Auf zu neuen Ufern. Das Abenteuer beginnt

Wie üblich vor längeren Motorradreisen schlafe ich schlecht. Im Gegensatz zu Corinne. Sie war auf einem Geschäftsausflug im Europapark und schläft tief und fest. 
Tausend Dinge gehen mir durch den Kopf. 
Schnell ist es sieben Uhr. Tagwach. 
Zicken tanken, Reifendruck kontrollieren, Gepäck aufschnallen, Ketten fetten. 



10 Uhr, wir starten pünktlich. 
Gränichen, Teufenthal und Dürrenäsch. 
Corinne hat ihren Führerschein zuhause liegen lassen. 
Ich warte, sie fährt zurück. 
Es gibt schlimmeres. 


Viertel vor Elf, wir starten nun endgültig. 
Sind schnell in Schwyz. Von da Richtung Sattel, Einsiedeln, Sattelegg, Kerenzerberg. 

Wunderschönes Wetter. 


Vaduz, wir sind im "Kanton" Lichtenstein. Feldkirch, nun in Österreich, gehts hoch zum Furkajoch. Wunderbare Strecke, tolle Aussicht. 



Wir biegen rechts ab und fahren zum Faschinajoch, unserem Tagesziel. 

Hotel Faschina, direkt auf der Passhöhe. 
Die beiden Zicken kommen in die Garage, wir in den Hotel eigenen Pool. 

Sehr netter Wirt, fährt auch Motorrad, fährt auch KTM. Logisch verstehen wir uns auf anhieb. 

Kurzen duschen und ab auf die Sonnenterrasse. 


Wir freuen uns aufs Abendessen.