Sonntag, 28. September 2014

Hallauerberg, Randen und Rheinfall

Ein paar "Höger" fehlen noch auf unserer Liste. So machen wir uns auf in den Kanton Schaffhausen. 
Via Staffelegg gelangen wir nach Talheim.
Mandach. Gippingen, schnell sind wir in Eglisau. 
Aus unerklärlichen Gründen sind wir unerlaubter weise auf Deutschem Teritorium unterwegs. 
In Trasadingen korrigieren wir unseren Fehler und passieren die Grenze. 
Corinne ist nun wieder im grünen Bereich. 
Die Sonne hat den Nebel verdrängt und wir geniessen die Fahrt hoch zum Hallauerberg. 


Vom Hallauerberg gehts weiter nach Schleitheim und Begingen wo wir den Randen in Angriff nehmen. 


Über eine Naturstrasse geht es hinunter nach Schaffhausen und an den Rheinfall.

Wurst und Brot ist nie völlig falsch. 
Wir geniessen das herrliche Wetter. 










Wir verlassen den Rheinfall und fahren Richtung Winterthur, später über den Pfannenstil nach Meilen. 


In Meilen bringt uns die Fähre über den Zürisee nach Horgen von wo wir den Albis in Angriff nehmen.



Am Thürlersee gibt es einen kurzen Boxenstopp im "Erpel".


Via Muri gehts zum Hallwilersee, nun definitiv auf dem Heimweg. 

In Hunzenschwil im Restaurant Kastanienbaum warten zwei Straussensteak auf uns. 

Sonntag, 14. September 2014

Buchenegg, Albis, Sattelegg und Co

09:00 Uhr, noch sieht es nicht aus als ob es heute einen Sonnentag geben wird.

Wir starten bei leichtem Nieseln und fahren über den Schürberg in Gränichen. 
Die Buechenegg ist unser erstes Etappenziel. Von dort gehts weiter über den Albis und den Kistenpass. 

(Kafi halt auf dem Albis)

Unterwegs zeigt sich die Sonne. 
Ein ungewohntes Gefühl. 


(Kistenpass Richtung Oberäegeri)

Der "Luuszapfe" hinter mir ist heute ungewohnt zaghaft unterwegs. 
Corinne hat im Grundkurs "Kurven Technik" etwas aufgeschnappt und macht sich darüber mehr Gedanken als je zuvor.  Vielleicht sogar mehr als nötig. 
Es geht ums "drücken" und "ziehen" am Lenker. 

Linkskurven links drücken ? Oder rechts ziehen? Oder was jetzt?
Ich empfehle ihr, sie solle sofort wieder aufhören darüber nachzudenken. 
Da sie es die letzten 6000 Kilometer instinktiv richtig gemacht hat, lohnt es nicht sich damit zu beschäftigen. 

Und siehe da, schon ist sie wieder gewohnt zügig unterwegs. 
Zwischenzeitlich sind wir über den Ratenpass und den Sattel und unterwegs zur Ibergeregg. 

Traumhaft, wir haben die Kurven für uns. 
Kein Auto bis zur Passhöhe. 
Wie gewohnt machen wir Halt im Alp Restaurant. 





Der Hunger ist fürs erste gestillt und wir unterwegs zum Sihlsee und hoch zur Sattelegg. 
Erneut haben wir Glück und bis zur Passhöhe die Strasse für uns. 
Dem Zürichsee entlang fahren wir bis Wädenswil und hoch zum Hirzel. 
Über den Hirzel hat es wie gewohnt viel Verkehr. Richtung Affoltern am Albis sind wir jedoch wieder alleine unterwegs. 
Wir biegen ab Richtung Horben und traversieren den Hügelzug bis Wohlen ein ums andere mal. 
Corinne liebt diese Strecke. 

Unterwegs zum Niesenberg kommen wir leider an einem schweren Unfall vorbei. 
Die Strasse gesperrt, ein Rega Hubschrauber auf der Wiese. 
Die Gedanken sind bei den Verunfallten. 
Gedanken aber auch über das eigene tun. Einmal mehr wird uns vor Augen geführt das Motorradfahren Risiken birgt. 

Den Gedanken nachhängend erreichen wir Gränichen und halten spontan bei einer Pizzeria. 
Diese ist uns unbekannt da erst vor sechs Monaten eröffnet. 

Die Vorspeise ist schon mal gigantisch. 
Ich glaube wir benötigen Unterstützung. 



Samstag, 13. September 2014

Die obligatorischen Grundkurse

So, denke ich, nach dem Sturz in Hornussen an Krücken gehend, ein paar Tage noch, dann absolviere ich den Grundkurs 1. 
Es muss einfach gehen, geht es mir durch den Kopf und hinke gedankenverloren weiter…..


Es ist soweit, Grundkurs 1, Samstag 30.08.2014, Treffpunkt Muhen 07:30 Uhr.

Der Wecker klingelt, es ist 06:15 Uhr, etwas nervös husche ich unter die Dusche und trinke einen Kaffee, das muss sein! 
Während ich meine Motorradkleider anziehe überlege ich, was noch unbedingt zu machen ist. Natürlich…. tanken, mein "Luuszapfe" hat noch Durst! Aber nicht volltanken geht mir durch den Kopf, mit weniger Gewicht geht’s beim Manöver fahren etwas ringer. Also schnell, ich will pünktlich sein, um gelassen an die Sache ranzugehen.
In Muhen bei der Fahrschule Gilgen angekommen, ist Jean Pierre bereits da und begrüsst mich. Zwei weitere Teilnehmer sind bereits auch schon da. Die anderen zwei trudeln ebenfalls gerade ein. Cool, wir sind eine Frauengruppe! Jean Pierre klärt uns auf, was uns heute Morgen in den 4 Stunden Kurs erwartet. Ok denke ich, dann mal los!
5 Mädels schwingen sich auf ihre Bikes und losgehts. 



Wir fahren auf ein Gelände, welches einen etwas grösseren Platz zur Verfügung hat um verschiedene Manöver mit dem Motorrad fahren zu können. Ich denke so für mich, dieser  Platz könnte auch etwas grösser sein und finde, dass der LKW welcher dort abgestellt ist, etwas im Weg steht….. ;-)

Wir stellen – unter der Anleitung von Jean Pierre – Pilonen-Tötzel auf. Einige mit einem Abstand von ca. 3.5 Meter, damit  wir Slalom fahren können. Dann noch Pilonen mit einem grossen Abstand, um Gas zu geben und dann etwas fester in die Bremsen zu stehen. 


Im weiteren zwei Holzklötze, über diese müssen wir dann fahren. Ein Holzklotz ist ziemlich rund und daher etwas "triki" um auf diesem mit dem Vorderrad kurz anzuhalten und dann darüber zu fahren.Mein Bein schmerzte ziemlich, aber da muss ich nun durch, es muss gehen, ich will einfach! Nach ca. 2 Stunden ist eine kleine Auszeit angesagt und wir fahren nach Muhen zurück. Es gibt Kaffee und Gipfeli.
Kurze Zeit später geht’s dann auch schon wieder weiter, wir Mädels kommen alle ziemlich ins schwitzen, das Wetter meint es recht gut mit uns! Ooooh Wunder….! 
Nun fahren wir eine 8 mit dem Motorrad, gar nicht so einfach! Lustig Jean Pierre sagt, so jetzt fahren alle miteinander eine 8. Aneinander vorbei und zwischendurch. 
Neee, denken wir alle und sehen uns an, das geht doch nicht! ….werden dann aber eines besseren belehrt! Klappt zuletzt ziemlich gut.

Wie wir nach Muhen zurückkommen, juckts mich ziemlich, ich möchte noch etwas ausfahren und frage mal so in die Mädelsrunde ob jemand Lust hat mitzukommen. Gabrijela entscheidet sich spontan auch noch etwas umherzudüsen und so fahren wir über den Böhler, nach Teufenthal, Dürrenäsch und weiter Richtung Hallwilersee. 


Beim Zielort Schifflände angekommen, geniessen wir ein kühles Getränk und Quatschen über den Kurs und unsere weiteren Pläne. 










Gabrijela’s Ziel ist es, später auf der Rennstrecke zu fahren. Für mich ist nach wie vor das Pässefahren meine Leidenschaft, Kurven, Kurven und nochmals Kurven, das liebe ich. Wir geniessen noch etwas das schöne Wetter, die gemütliche Terrasse der Schifflände und die herrliche Aussicht und machen uns dann auf den Heimweg.








Grunkurs 2, Samstag, 06.09.2014, Treffunkt Muhen 08:00 Uhr.

Für den heutigen Kurs muss ich den Sozius bei meiner Duke montieren und stehe daher etwas früher bei meinem Motorrad in der Garage. Noch kurz an der Tanke vorbei und los geht’s nach Muhen. 

Im heutigen Kurs üben wir die Vollbremsung. 




Da haben wir alle etwas Respekt davor. 
Aber wie wir schnell erkennen, ist es doch gar nicht so schlimm. Eigentlich relativ easy finde ich. 
Ja gut, mein "Luuszapfe" hat ja ABS, dann geht das mit dieser Geschwindigkeit recht gut. 




Wir haben noch eine junges Fröilein in der Runde, gerade 16 Jahre jung, sie fährt ein 50ccm Motorrad, ohne ABS an ihrem Teil. 
Vollbremsung ohne ABS… sie macht es echt gut finde ich und bin froh, dass ich nicht ohne muss!
Wir fahren weg vom Übungsplatz, welcher jetzt ein paar schwarze Striemen mehr am Boden aufweist .




In einer 30er Zone, Jean Pierre sitzt bei allen mal auf das Motorrad und fährt selber, der Besitzer des Motorrades sitzt dann hinten drauf, so können wir genau sehen und beobachten wie wir alles machen müssen. Schauen, bremsen, einspuren usw. Danach gibt’s einen wechsel und Jean-Pierre sitzt bei allen mal hinten drauf.
Langsam fahren, hat mein Motorrad nicht so gerne. Na ja ihr wisst schon, 1 Zylinder halt. Ich versuche natürlich mein bestes, so ruhig wie möglich zu tukkern, bremsen, schalten, schauen. Wie war das schon wieder, rechts Kurve, linker Seitenspiegel, rechter Seitenspiegel und rechts über die Schulter nach hinten schauen…. Ach ja, genau! Auch fahren wir an diesem Tag über den Rütihof, Jean-Pierre sitzt bei mir hinten drauf als wir den Rütihof runterfahren. 
Uiiii, also so fest musst ich ja noch nie bremsen bergab! Unten angekommen fahre ich wohl etwas zu schnell und Jean-Pierre sagt zu mir: „ned jufle Corinne“! 
Ich denke „i jufle jo ned“, ich fahre ja nur etwas zügiger. 
Nein, natürlich weiss ich schon was er meint, denn ich bin vor der Kreuzung etwas apprupt zum Stillstand gekommen und Jean-Pierre muss deshalb kurzzeitig seine Beine auf den Boden setzen. Auch stehe ich mit zuviel Abstand vor der Kreuzung und kann links nicht auf die Stasse blicken, weil mir dort ein Fahrzeug die Sicht versperrt.


Grundkurs 3, 13.09.2014, Treffpunkt Muhen 08:00 Uhr (die Frisur sitzt…. noch :-)


Heute freue ich mich besonders. Wir üben Kurven fahren. Ich liebe halt Kurven fahren…. Ja ich weiss, ich wiederhole mich! Sooorry! 
Jean-Pierr erklärt uns den Ablauf, dann fahren wir los. 
Zuerst auf eine Strasse, welche wiederum nicht so befahren ist um zu üben. Wir lernen das drücken beim Lenker, links Kurve links drücken, rechts Kurve rechts drücken.
Ok denke ich, mach mal und fahre los. Am Anfang geht’s nicht so wie ich mir das vorstelle, dann klappt es doch und ich kann es umsetzen. Nach dieser Übung fahren wir dann weiter, auf eine Strasse wo wir richtige Kurven fahren können und dürfen auch etwas am Kabel ziehen, toll! 
Alle zusammen fahren wir die Strasse runter, halten weiter unten an und dann geht jeder alleine los. Jean-Pierre steht in einer Kurve am Stassenrand und macht Fotos von uns, damit wir später sehen wie unsere Kopf-, Körper-, Hand- und Fusshaltung ist.



Später in Muhen zurück, gibt’s dann den Stempel in den Lernfahrausweis der bestätigt, dass wir die 3 Grundkurse absolviert haben. Die Fotos werden noch analysiert und besprochen. Bei der Frage, wer dieses Jahr noch die Prüfung machen möchte, bin ich erst mal ruhig. Denke für mich so, ja soll ich oder soll ich nicht?! 
Jean-Pierre guckt mich an und ich sage, ja ich kanns ja mal versuchen. 
Oh, das Wort „versuchen“ hört Jean-Pierre nicht gern! …. ja also, dann nicht versuchen sondern machen! 
Na dann mal los!

Nun warte ich auf den Termin. Zwischenzeitlich muss ich aber noch meine Defizite im langsam fahren üben, vor allem Spurgasse und die 8…..