Sonntag, 26. Juli 2015

Sanetsch und Moosalp oder die Überraschung beim checkout

Unser Hotel ist die Entdeckung überhaupt auf der Wallis Tour. Nachdem wir gestern sehr fein gegessen haben, geniessen wir noch lange die Aussicht auf das nächtliche Sion. 


Haben herrlich geschlafen und ein tolles Frühstücksbuffet geniessen können. 
Die Überraschung dann beim auschecken. 
Gestern Abend ist der Receptionistin aufgefallen das ich eine Hotelcard habe. Obwohl wir das Hotel über Booking gebucht haben, kriegen wir die 50% Ermässigung der Hotelcard. 
Eine tolle Überraschung. 
An dieser Stelle ein herzliches danke schön an das Hotel Chalet Royal. 

Wir haben uns verbummelt, wollen irgendwie nicht aus dem tollen Zimmer. 
So ist es bereits elf Uhr wie wir uns auf unsere Göppel schwingen. 
Schell sind wir ins Tal und fahren durch ein verlassenes Sion. 

Entsprechend geniessen wir die Fahrt. Sind vielleicht auch wegen der Überraschung mit der Hotelcard etwas unkonzentriert. 
Äxgüsi, Du im weissen Kombi, ich weiss Du hättest Vortritt gehabt. Danke fürs aufpassen. 
Vielleicht hätte mich ein weniger aufmerksamer Fahrer vom Hobel geholt. 

Kurve um Kurve gehts immer höher rauf. 


Das Strässchen ist irgendwie schon spektakulär und fordert Aufmerksamkeit und Konzentration. Enge Kurven, Schlaglöcher, Splitt in den Kurven, der Sanetsch bietet alles. 
Und doch, ich möchte ihn nicht missen auf unserer Liste. 

Immer wieder halten wir an, geniessen die Aussicht. 
Am Gegenhang sehen wir Veysonnaz. Da waren wir noch vor etwas mehr wie 30 Minuten. 


Veysonnaz liegt auf 1233 Meter über Meer, Sion auf 500, der Sanetsch auf 2242. macht also ein Höhen Unterschid von 2475 Metern in gut vierzig Minuten. Das mehrere Male am Tag. 
Temperaturunterschiede von mehr als 20 Grad in der selben Zeit, keine Seltenheit, eher die Regel. 
Vielleicht der Grund dafür wieso wir Abends jeweils nudelfertig sind. 


Wir machen auf der Passhöhe eine kurze Pause und ein Foto für den FMS Pässewettbewerb. 
Das Strässchen führt noch etwas weiter. 
Keine Frage das wir heraus finden wollen was da nach der nächsten Biegung kommt. 


Da gibts doch tatsächlich einen kleinen Stausee. Bei unserer Nebelfahrt 2014 ist uns dieser verborgen geblieben. 


Umso mehr Wanderwegweiser wir sehen, umso mehr sind wir uns bewusst das wir an solchen abgelegenen Orten mit unseren Motorrädern maximal geduldet sind. Entsprechend leise versuchen wir uns wieder vom Sanetsch und seinem Stausee zu verabschieden. 

Die Talfahrt gehen wir mit der entsprechenden Vorsicht an. Der oberste Tunnel ist gerade bei Regen sehr rutschig. 


Heute geht es einigermassen. 


Wieder unten im Tal nehmen wir in Sion die Autobahn bis Brig.
Eindeutig der Langweiligste Abschnitt unserer Tour. 

Nach ca. 36 Aprikosen Verkaufsständen entlang der Strasse verpasse ich kurz vor Brig beinahe den Abzweiger Richtung Zermatt. 

Wir sind nun auf der Strasse Richtung Törbel. Unglaublich wie die Strasse hier aus dem Fels gehauen wurde. 
Beeindruckend. 
Atemberaubend. 



Auch diese Strecke ist zurecht in der Liste der FMS  Pässe. 

Auf der Moosalp herrscht ein  ziemliches Gedränge. Anscheinen ist gerade eine Alp Chilbi im Gange. 
Wir melden bei der Bedienung im Restaurant ein kleines Hüngerchen an. 
Ein stattliches Raclette schafft Abhilfe. 


Es ist gegen 15 Uhr, wir ca. zwei Stunden hinter der Planung
Wohl auch mehr als 2000 Höhenmeter von da wo wir um 13 Uhr sein wollten. 
Egal wir geniessen den Tag in vollen Zügen. 

Apropo volle Züge.... Es sieht nach Regen aus und wir machen uns auf den Weg. Auf den Weg zu den vollen Zügen. Genauer gesagt nach Goppenstein und dem Autoverlad nach Kandersteg. 

Wir schaffen es gerade noch in den bereit stehenden Autoreisezug. Türen zu und ab ins Loch. 
Obs in Kandersteg wohl regnet?

In Kandersteg nicht, erst in Thun. 
Wir entscheiden uns deswegen gegen eine Heimfahrt durchs Emmental und für die Autobahn. 

Mal etwas mehr, mal etwas weniger, der Regen. 
Mal etwas mehr, mal etwas weniger, der Stau. 
18:30 Uhr stehen wir vor unserer Garagentüre. 
Seit ich mich wieder um den Hausschlüssel kümmere ist diese kein grosses Hinderniss mehr.  ;-)

Samstag, 25. Juli 2015

Via Jaun, Abläntschen und Les Agites ins Wallis

Die Nacht kurz, der Schlaf unruhig. 
Ich bin bereits kurz vor sechs Uhr wach. 
Von Corinne ist nicht viel mehr als die Nasenspitze zu sehen. 
Ein Blick nach draussen. Die Sonne scheint bereits. 




Halb acht sitzen wir beim Frühstück. 
Wir lassen es uns schmecken. Wissen das es wohl erst Abends wieder was zu essen gibt. 
Irgendwie hat sich das im Laufe unserer Touren so eingespielt. 
Frühstück, kurze Kafi Pausen, dafür Abends was ordentliches. 

Halb zehn stehen wir vor den bepackten Motorrädern. 
Es kann los gehen. 


Bereits nach wenigen Metern auf der Hauptstrasse gehts rechts weg zum Jaun. Motoren und Fahrer sind nach wenigen Kurven auf Betriebstemperatur. 

Der Jaunpass ist eine unserer Lieblingsstrecken. 


Kurz vor Bulle drehen wir um und fahren ein Stück der gerade befahrenen Strecke zurück Richtung Jaun um dann den Abzweiger Richtung Abläntschen zu nehmen. Dieser Übergang führt von Jaun nach Saanen. Für unsere weitere Route Ideal. 


Von Saanen gehts weiter Richtung Chateua d'Oex. Die dortige Tankstelle  angesteuert. Benzin für die "Dicke" und wärmende Jacke für Corinne. Es ist knapp mal 18 Grad. 
Was für ein Unterschied zu gestern Abend. 

Wir fahren Richtung Col des Mosses, 
verlassen jedoch die Passtrasse in la Lecherette in Richtung Hongrin für den Les Agites. 
Der erste Teil führt über eine Militärstrasse welche den Panzertruppen zur Fahrer Ausbildung dient. Diese darf nur an den Wochenenden benutzt werden. 


Die Panzerpiste ist der Hammer. Doch aufgepasst, als Höchstgeschwindigkeit sind 60 KmH signalisiert und das nicht blos für Panzer. 

Wir sind nach der Militärstrasse nun auf der Passtrasse des les Agites unterwegs. 
Rechts von uns der Genfersee. 



Nach zwei Bildern streikt meine Kamera. 
Ich beginne zu "tanzen" Rumpelstilzchen wäre wohl vor Neid erblasst. 

Egal, weiter gehts. Dann halt ohne Bilder. 
Der Tunnel hinunter nach Yvorne darf nur Einspurig benutzt werden. 
Eine Tafel zu Beginn informiert über die genauen Zeiten. 
11:30 Uhr, wir dürfen fahren. 

Von Yvorne geht es nach Aigle und dort wieder den Berg hoch nach Les Diablerets. Mir scheint das halbe Dorf sei auf den Beinen. 
Wir wären reif für einen Kafi, stellen unsere Motorräder ab. 
"iiir bitte nischt parkieeerreen, wir aaben eine umsug"
Hä, was?
Aha, wir parken unsere Käten um und kriegen dann doch einen Kafi. 
Der "Umsug" sei erst um zwei Uhr, wir bis dann längst über den Pass. 

Beim Kafi finde ich auch heraus was meine Sony zum streiken brachte. 
Aus versehen habe ich die Funktion Selbstauslöser eingeschaltet. 
Hätte ich nach drücken des Auslösers 30 Sekunden Geduld gehabt, hätte sie brav ein Foto gemacht. 


Die Passstrasse zum Col de la Croix ist ein Wellblech. Macht aber ziemlich Spass. 


Die Talfahrt weniger. Ich rutsche übers Forderrad. Ein unangenehmer Moment. 

Aigle zum zweiten Mal heute. Diesmal gehts auf die Autobahn und Richtung Martigny. 
Ich freue mich auf den Col du Lein. Naturstrasse!

Zuerst aber höhe gewinnen, bis zum Col de Planche ist asphaltiert. 




Geschafft ;-)
Runter nach Sembrancher ist dann wieder die gewohnte Unterlage. 


Via Sembrancher führt unsere Route nach Verbier und hoch zum Croix de Coeur. Die zweite Naturstrasse. 

Corinne schlägt ein erstaunliches Tempo an, bergauf. 
Abwärts ist dann wieder eine andere Geschichte. 

Aber erst gibts ein Foto und ein Coki auf der Passhöhe. 


Die Aussicht auf beiden Seiten ist der Hammer. Auf der einen Seite Richtung Verbier, auf der anderen Richtung Rhonetal. 



Die Naturstrasse hinunter nach Riddes ist in ordentlichem Zustand und macht mir Spass. 
Ich hoffe Corinne auch. 


Aber eines ist klar, der "Luszapfe" ist keine Enduro und der Michelin Pilot Power kein Stollenpneu. 



Aber Corine macht das hervorragend und wir sind eins zwei in Riddes und auf der Autobahn Richtung Sion. 

Oberhalb Sion, in Veysonnaz haben wir ein Zimmer reserviert. 
Die Aussicht vom Hotel soll toll sein sagt Booking.com

Und tatsächlich. Nicht übel :-)






Freitag, 24. Juli 2015

Boltigen im Simmental, start zur Walliser Pässe Tour

Freitag der 24 Juli 2015. Wir starten in Gränichen bei 34 Grad schwül heissem Wetter zu unserer diesjährigen Pässe Tour durch den Kanton Wallis.
Schnell noch die Motorräder auftanken und Öl kontrollieren. 
Der Schweiss tropft von der Stirn, das T-Shirt klatschnass. 
Es ist kurz nach 18 Uhr, wir starten in Richtung Boltigen im Simmental. 
Wir nehmen die Autobahn Richtung Thun, kommen gut voran. 
Links und rechts tief schwarze Wolken. Deren Anblick verheisst nichts gutes. 
Eine Stunde später, wir sind bereits in Thun. Es beginnt leicht zu regnen. 
Ob mans glaubt oder nicht, nach den heissen Tagen beinahe ein Genuss. 

30 Minuten später erreichen wir das Hotel Simmental in Boltigen. 
Hier haben wir schon im letzten Jahr übernachtet. 
Das Zimmer ist toll, der Empfang herzlich. Wir freuen uns aufs Nachtessen. 

Ein Anruf von Hermann aus Steffisburg, unserem Pässe Götti. 
Er kommt uns in Boltigen besuchen. 
Das Essen ist wunderbar, der Wein excellent. 
Die eine oder andere Anekdote aus dem Pässefahrer Leben wird zum besten gegeben. 
Schnell ist es Mitternacht, längst Zeit für den überfälligen Schönheitsschlaf. 

Lieber Hermann, liebe Vreni. Danke für euren Besuch. Es hat Spass gemacht mit euch. 


Jetzt schnell ins Bett. 
Morgen warten der Jaun, Abläntschen, les Agites, Col de la Croix, Col du Lein sowie der Croix de la Coeur auf uns. 

Bin gespannt wie Corinne die in diesem Jahr meistert. Vor knapp zwölf Monaten hatt sie hier ihre Motorrad Abenteuer gestartet.