Sonntag, 16. November 2014

November rain

Nun sind es auch schon wieder ein paar Tage her seit der letzten Ausfahrt.
Genau genommen war Corinnes Prüfungsfahrt die letzte.  

Ich merke sie wird unruhig. 
Immer öfter geht der Griff zum I-Phone und zur Wetter App. 

Das Wetter sieht nicht sehr vielversprechend aus. 
Aber was sein muss, muss sein. 
Wir starten Richtung Stüsslingen, bzw. Schafmatt. 
Via Oltingen und Zeglingen gehts nach Buckten und weiter nach Diegten. 
Hier gibt es jede Menge schmale Strässchen mit netten "Kürvchen". 
Gerade richtig für so einen Herbsttag. 


Es ist herrlich. Kein Verkehr, die Strassen für uns alleine. 


Oberer Hauenstein, links weg nach Mümliswil. 
Wer sich wohl solche Ortsnamen ausgedacht hat?


In Balsthal müssen wir leider schon wieder auf den Heimweg. 
Die Tage sind kurz und im dunkeln machts wenig Spass. 

Noch kurz auf einen Kafi ins "Isebähnli".
Rölfi?
Fehlanzeige.  


Ausser unsren stehen noch vier Motorräder auf dem Parkplatz. 
Auffallend, je schlechter und kühler das Wetter, umso gesprächiger und freundlicher sind die Biker untereinander.

Schnell ein paar Anekdoten aus der zu Ende gehenden Saison, etwas Fachsimplen über Reifen und wir treten endgültig die Heimfahrt an. 

Freitag, 24. Oktober 2014

Bestanden !!!

Wow ... Was am 4. Juli 2014 mit dem Erhalt des Lernfahrausweis begonnen hat, findet heute am 24. Oktober, kaum 3 1/2 Monate später seinen Abschluss.


Corinne hat die Prüfung bestanden. 
Kategorie A unbeschränkt. 
Der "L" am Luuszapfe kann nun weg

I gratuliere der ganz härzlich min liebe Schatz. 

Ganz herzlichen Dank an Jean-Pierre Gold dem Fahrlehrer, Fahrschule Gilgen in Muhen. 

Mittwoch, 22. Oktober 2014

Spurgasse, 30er Zone und Co bei Nieselregen

Wir sind wieder mal am üben. 
Bei Nieselregen quäle ich Corinne während dem Feierabendverkehr durch die 30er Zonen von Aarau's Göhnhardquartier. 
Rechter Spiegel, linker Spiegel, Seitenblick, Blinker stellen und abbiegen. 
Das ganze auf die rechte Seite. 
Links, rechts, geradeaus. Anhalten, anfahren, immer wieder. 
Ich bin gemein, ich weiss :-)

Auf einer ruhigen Seitenstrasse üben wir Spurgasse fahren. 
15 Sekunden im Schritttempo eine Strecke von 10 Metern zurück legen. 
Klingt einfacher als es ist. 


Klappt ganz gut, aber 15 Sekunden können ewig lang sein. 
Immer und immer wieder. Üben, üben und nochmals üben. 

Anschliessend achten fahren. Die hat sie super im Griff. 
Also nochmals Spurgasse. 17 Sekunden. 
Mit diesem Erfolgserlebniss wollen wir die heutige Fahrstunde beenden. 
Super gmacht Zaubermaus. 
Jetzt schnell ins trockene

Sonntag, 19. Oktober 2014

Sonntagsbrunch und Horben

René, ein Freund aus dem Dampfrad Forum, hat zum Sonntagsbrunch geladen. 
Das Chillout ist in Niedergösgen, im ehemaligen Coop. 
Der Brunch ist gigantisch, alles da was das Herz begehrt. 
Danke René fürs organisieren. 

Mit vollem Bauch gehts zu Moto Mader an die Herbstausstellung. 
Wir treffen Rölfi, Cori, Nicole und Stefan. 
Spontan gehts auf eine kleine Spazierfahrt. Immer wieder das eine und andere Mal über den Hügelzug Richtung Beromünster und weiter Richtung Hochdorf und entlang dem Baldeggersee, über den Lindenberg auf den Horben. 

Kafi, Coupe schlagmichtot mit Beeri und Zuger Kirschtorte werden bestellt, geliefert und verputzt. 


Schnell setzt die Dämmerung ein.
Muri, Boswil, Sengen, wiederum ein paar mal den Hügelzug querend und schon sind wir in Teufenthal. 
Danke euch drei.. Hat Spass gemacht mit euch. Gerne wieder. 



Dienstag, 14. Oktober 2014

Z wie Zugerberg

Der Zugerberg ist der letzte Pass auf unsere Liste der 128 Pässe.
Da dieser mit einem Sonn- und Feiertagsfahrverbot belegt ist, ist er eben heute dran. 
Es wird eine Fahrt in die Dämmerung, bzw Nacht. 
Wir treffen uns mit Marc, einem Motorrad Kollegen, den ich von einem Endurokurs auf der Crosspiste in Niederbipp her kenne. 
Er hat spontan zugesagt uns zu begleiten. 
In der Abenddämmerung fahren wir in Seon los. Über den Niesenberg geht es nach Muri und von dort Richtung Affoltern am Albis. 
Nach kurzer Fahrt mit wenig Verkehr, erreichen wir Zug. 
Weiter am See entlang geht es nach Walchwil, auf die von Hermann beschriebene Route hoch zum Zugerberg. 
Mitlerweile ist es Nacht und wir geniessen den Ausblick auf die Lichter von Zug auf der einen und Arth auf der anderen Seite des Zugersees. 


Im Blindflug geht es den Berg hoch. 
Schon wollen wir anhalten um auf der Karte zu schauen wo wir sind (mein Garmin Navi zickt mal wieder), tauchen vor uns ein paar Häuser und ein Wegweiser auf. 
Wir sind am Ziel. 
Zugerberg, der letzte der 128 Pässe. 


Der Route von Hermann folgend machen wir uns auf den Heimweg. 
Hermann, die Friedeslinde haben wir in der Dunkelheit leider verpasst. 

Wieder in Zug gibt es am See ein nettes Restaurant. 
Spontan machen wir einen kurzen Halt und bestellen etwas kleines zu essen. 


Wir haben es tatsächlich geschaft. 
Min liebe Schatz, i ben mega stolz uf dech. 




Sonntag, 12. Oktober 2014

Baselbiet und Grimsel

Wir starten um zehn Richtung Baselbiet.
Haben dort unten noch etwas zu erledigen. 
Von Liestal aus fahren wir zum Gempen und weiter über den Chall Pass. 
Schnell sind wir in Laufen und nehmen den Passwang in Angriff. 


Wir haben die Passtrasse für uns alleine. 
Herrlich. 

Über Nebenstrassen erreichen wir Willisau, von wo wir auf den Menzberg fahren. 
Leider ist diese Strasse eine Sackgasse. 
Aber auf jeden Fall lohnenswert. 
Auch hier, wir sind alleine Unterwegs. 

Über eine tolle kleine Passtrasse erreichen wir die Rengg. 
Weiter gehts über den Glaubenberg und den Brünig Richtung Grimsel. 

Es ist ca 17:00 Uhr als wir auf dem Grimsel ankommen. 
Wir haben Hunger und schauen wie es der Wirtin vom Grimselblick geht. 



Kurz was essen und schon machen wir uns über die Furka auf den Heimweg. 

So gegen 20:00 Uhr sind wir in der heimischen Garage. 
Ich stelle die Dicke auf den Ständer. 
Wie ich mich umdrehe sitzt Corinne in der Garage auf dem allerwertesten. 
Keine Ahnung weshalb und wieso. 
Wird hoffentlich kein neuer Trend. 


Donnerstag, 9. Oktober 2014

Reifenwechsel und Fahrstunde

Heute müssen die Reifen runter. Nach siebeneinhalbtausend Kilometern sind beide am Ende.
Die letzten Ausfahrten haben ihnen den Rest gegeben. 
Wir verbinden den Termin bei Moto Mader mit einer Fahrstunde. Mit mir als Sozius. 
Für mich ein ungewohntes Gefühl, bin ich doch die letzten 30 Jahre immer vorne gesessen. 
Für Corinne auch. Mein Kampfgewicht setzt ihr zu. 
Aber da muss sie durch.
Ich auch. 
Was normalerweise flott von der Hand geht und schon beinahe automatisch funktioniert, macht heute Mühe. 
Kein Wunder, zu ihren 50 Kilo kommen meine 100 dazu. 
Nach einer Eingewöhnung klappts aber schon immer besser. 
Wir machen auf dem Nachhauseweg halt bei unserem "Italiener". 
Irgendwie schaffe ich es ohne Kran vom "Luuszapfe" runter. 
Die Pizza ist wie gewohnt gigantisch. 



Sonntag, 28. September 2014

Hallauerberg, Randen und Rheinfall

Ein paar "Höger" fehlen noch auf unserer Liste. So machen wir uns auf in den Kanton Schaffhausen. 
Via Staffelegg gelangen wir nach Talheim.
Mandach. Gippingen, schnell sind wir in Eglisau. 
Aus unerklärlichen Gründen sind wir unerlaubter weise auf Deutschem Teritorium unterwegs. 
In Trasadingen korrigieren wir unseren Fehler und passieren die Grenze. 
Corinne ist nun wieder im grünen Bereich. 
Die Sonne hat den Nebel verdrängt und wir geniessen die Fahrt hoch zum Hallauerberg. 


Vom Hallauerberg gehts weiter nach Schleitheim und Begingen wo wir den Randen in Angriff nehmen. 


Über eine Naturstrasse geht es hinunter nach Schaffhausen und an den Rheinfall.

Wurst und Brot ist nie völlig falsch. 
Wir geniessen das herrliche Wetter. 










Wir verlassen den Rheinfall und fahren Richtung Winterthur, später über den Pfannenstil nach Meilen. 


In Meilen bringt uns die Fähre über den Zürisee nach Horgen von wo wir den Albis in Angriff nehmen.



Am Thürlersee gibt es einen kurzen Boxenstopp im "Erpel".


Via Muri gehts zum Hallwilersee, nun definitiv auf dem Heimweg. 

In Hunzenschwil im Restaurant Kastanienbaum warten zwei Straussensteak auf uns. 

Sonntag, 14. September 2014

Buchenegg, Albis, Sattelegg und Co

09:00 Uhr, noch sieht es nicht aus als ob es heute einen Sonnentag geben wird.

Wir starten bei leichtem Nieseln und fahren über den Schürberg in Gränichen. 
Die Buechenegg ist unser erstes Etappenziel. Von dort gehts weiter über den Albis und den Kistenpass. 

(Kafi halt auf dem Albis)

Unterwegs zeigt sich die Sonne. 
Ein ungewohntes Gefühl. 


(Kistenpass Richtung Oberäegeri)

Der "Luuszapfe" hinter mir ist heute ungewohnt zaghaft unterwegs. 
Corinne hat im Grundkurs "Kurven Technik" etwas aufgeschnappt und macht sich darüber mehr Gedanken als je zuvor.  Vielleicht sogar mehr als nötig. 
Es geht ums "drücken" und "ziehen" am Lenker. 

Linkskurven links drücken ? Oder rechts ziehen? Oder was jetzt?
Ich empfehle ihr, sie solle sofort wieder aufhören darüber nachzudenken. 
Da sie es die letzten 6000 Kilometer instinktiv richtig gemacht hat, lohnt es nicht sich damit zu beschäftigen. 

Und siehe da, schon ist sie wieder gewohnt zügig unterwegs. 
Zwischenzeitlich sind wir über den Ratenpass und den Sattel und unterwegs zur Ibergeregg. 

Traumhaft, wir haben die Kurven für uns. 
Kein Auto bis zur Passhöhe. 
Wie gewohnt machen wir Halt im Alp Restaurant. 





Der Hunger ist fürs erste gestillt und wir unterwegs zum Sihlsee und hoch zur Sattelegg. 
Erneut haben wir Glück und bis zur Passhöhe die Strasse für uns. 
Dem Zürichsee entlang fahren wir bis Wädenswil und hoch zum Hirzel. 
Über den Hirzel hat es wie gewohnt viel Verkehr. Richtung Affoltern am Albis sind wir jedoch wieder alleine unterwegs. 
Wir biegen ab Richtung Horben und traversieren den Hügelzug bis Wohlen ein ums andere mal. 
Corinne liebt diese Strecke. 

Unterwegs zum Niesenberg kommen wir leider an einem schweren Unfall vorbei. 
Die Strasse gesperrt, ein Rega Hubschrauber auf der Wiese. 
Die Gedanken sind bei den Verunfallten. 
Gedanken aber auch über das eigene tun. Einmal mehr wird uns vor Augen geführt das Motorradfahren Risiken birgt. 

Den Gedanken nachhängend erreichen wir Gränichen und halten spontan bei einer Pizzeria. 
Diese ist uns unbekannt da erst vor sechs Monaten eröffnet. 

Die Vorspeise ist schon mal gigantisch. 
Ich glaube wir benötigen Unterstützung. 



Samstag, 13. September 2014

Die obligatorischen Grundkurse

So, denke ich, nach dem Sturz in Hornussen an Krücken gehend, ein paar Tage noch, dann absolviere ich den Grundkurs 1. 
Es muss einfach gehen, geht es mir durch den Kopf und hinke gedankenverloren weiter…..


Es ist soweit, Grundkurs 1, Samstag 30.08.2014, Treffpunkt Muhen 07:30 Uhr.

Der Wecker klingelt, es ist 06:15 Uhr, etwas nervös husche ich unter die Dusche und trinke einen Kaffee, das muss sein! 
Während ich meine Motorradkleider anziehe überlege ich, was noch unbedingt zu machen ist. Natürlich…. tanken, mein "Luuszapfe" hat noch Durst! Aber nicht volltanken geht mir durch den Kopf, mit weniger Gewicht geht’s beim Manöver fahren etwas ringer. Also schnell, ich will pünktlich sein, um gelassen an die Sache ranzugehen.
In Muhen bei der Fahrschule Gilgen angekommen, ist Jean Pierre bereits da und begrüsst mich. Zwei weitere Teilnehmer sind bereits auch schon da. Die anderen zwei trudeln ebenfalls gerade ein. Cool, wir sind eine Frauengruppe! Jean Pierre klärt uns auf, was uns heute Morgen in den 4 Stunden Kurs erwartet. Ok denke ich, dann mal los!
5 Mädels schwingen sich auf ihre Bikes und losgehts. 



Wir fahren auf ein Gelände, welches einen etwas grösseren Platz zur Verfügung hat um verschiedene Manöver mit dem Motorrad fahren zu können. Ich denke so für mich, dieser  Platz könnte auch etwas grösser sein und finde, dass der LKW welcher dort abgestellt ist, etwas im Weg steht….. ;-)

Wir stellen – unter der Anleitung von Jean Pierre – Pilonen-Tötzel auf. Einige mit einem Abstand von ca. 3.5 Meter, damit  wir Slalom fahren können. Dann noch Pilonen mit einem grossen Abstand, um Gas zu geben und dann etwas fester in die Bremsen zu stehen. 


Im weiteren zwei Holzklötze, über diese müssen wir dann fahren. Ein Holzklotz ist ziemlich rund und daher etwas "triki" um auf diesem mit dem Vorderrad kurz anzuhalten und dann darüber zu fahren.Mein Bein schmerzte ziemlich, aber da muss ich nun durch, es muss gehen, ich will einfach! Nach ca. 2 Stunden ist eine kleine Auszeit angesagt und wir fahren nach Muhen zurück. Es gibt Kaffee und Gipfeli.
Kurze Zeit später geht’s dann auch schon wieder weiter, wir Mädels kommen alle ziemlich ins schwitzen, das Wetter meint es recht gut mit uns! Ooooh Wunder….! 
Nun fahren wir eine 8 mit dem Motorrad, gar nicht so einfach! Lustig Jean Pierre sagt, so jetzt fahren alle miteinander eine 8. Aneinander vorbei und zwischendurch. 
Neee, denken wir alle und sehen uns an, das geht doch nicht! ….werden dann aber eines besseren belehrt! Klappt zuletzt ziemlich gut.

Wie wir nach Muhen zurückkommen, juckts mich ziemlich, ich möchte noch etwas ausfahren und frage mal so in die Mädelsrunde ob jemand Lust hat mitzukommen. Gabrijela entscheidet sich spontan auch noch etwas umherzudüsen und so fahren wir über den Böhler, nach Teufenthal, Dürrenäsch und weiter Richtung Hallwilersee. 


Beim Zielort Schifflände angekommen, geniessen wir ein kühles Getränk und Quatschen über den Kurs und unsere weiteren Pläne. 










Gabrijela’s Ziel ist es, später auf der Rennstrecke zu fahren. Für mich ist nach wie vor das Pässefahren meine Leidenschaft, Kurven, Kurven und nochmals Kurven, das liebe ich. Wir geniessen noch etwas das schöne Wetter, die gemütliche Terrasse der Schifflände und die herrliche Aussicht und machen uns dann auf den Heimweg.








Grunkurs 2, Samstag, 06.09.2014, Treffunkt Muhen 08:00 Uhr.

Für den heutigen Kurs muss ich den Sozius bei meiner Duke montieren und stehe daher etwas früher bei meinem Motorrad in der Garage. Noch kurz an der Tanke vorbei und los geht’s nach Muhen. 

Im heutigen Kurs üben wir die Vollbremsung. 




Da haben wir alle etwas Respekt davor. 
Aber wie wir schnell erkennen, ist es doch gar nicht so schlimm. Eigentlich relativ easy finde ich. 
Ja gut, mein "Luuszapfe" hat ja ABS, dann geht das mit dieser Geschwindigkeit recht gut. 




Wir haben noch eine junges Fröilein in der Runde, gerade 16 Jahre jung, sie fährt ein 50ccm Motorrad, ohne ABS an ihrem Teil. 
Vollbremsung ohne ABS… sie macht es echt gut finde ich und bin froh, dass ich nicht ohne muss!
Wir fahren weg vom Übungsplatz, welcher jetzt ein paar schwarze Striemen mehr am Boden aufweist .




In einer 30er Zone, Jean Pierre sitzt bei allen mal auf das Motorrad und fährt selber, der Besitzer des Motorrades sitzt dann hinten drauf, so können wir genau sehen und beobachten wie wir alles machen müssen. Schauen, bremsen, einspuren usw. Danach gibt’s einen wechsel und Jean-Pierre sitzt bei allen mal hinten drauf.
Langsam fahren, hat mein Motorrad nicht so gerne. Na ja ihr wisst schon, 1 Zylinder halt. Ich versuche natürlich mein bestes, so ruhig wie möglich zu tukkern, bremsen, schalten, schauen. Wie war das schon wieder, rechts Kurve, linker Seitenspiegel, rechter Seitenspiegel und rechts über die Schulter nach hinten schauen…. Ach ja, genau! Auch fahren wir an diesem Tag über den Rütihof, Jean-Pierre sitzt bei mir hinten drauf als wir den Rütihof runterfahren. 
Uiiii, also so fest musst ich ja noch nie bremsen bergab! Unten angekommen fahre ich wohl etwas zu schnell und Jean-Pierre sagt zu mir: „ned jufle Corinne“! 
Ich denke „i jufle jo ned“, ich fahre ja nur etwas zügiger. 
Nein, natürlich weiss ich schon was er meint, denn ich bin vor der Kreuzung etwas apprupt zum Stillstand gekommen und Jean-Pierre muss deshalb kurzzeitig seine Beine auf den Boden setzen. Auch stehe ich mit zuviel Abstand vor der Kreuzung und kann links nicht auf die Stasse blicken, weil mir dort ein Fahrzeug die Sicht versperrt.


Grundkurs 3, 13.09.2014, Treffpunkt Muhen 08:00 Uhr (die Frisur sitzt…. noch :-)


Heute freue ich mich besonders. Wir üben Kurven fahren. Ich liebe halt Kurven fahren…. Ja ich weiss, ich wiederhole mich! Sooorry! 
Jean-Pierr erklärt uns den Ablauf, dann fahren wir los. 
Zuerst auf eine Strasse, welche wiederum nicht so befahren ist um zu üben. Wir lernen das drücken beim Lenker, links Kurve links drücken, rechts Kurve rechts drücken.
Ok denke ich, mach mal und fahre los. Am Anfang geht’s nicht so wie ich mir das vorstelle, dann klappt es doch und ich kann es umsetzen. Nach dieser Übung fahren wir dann weiter, auf eine Strasse wo wir richtige Kurven fahren können und dürfen auch etwas am Kabel ziehen, toll! 
Alle zusammen fahren wir die Strasse runter, halten weiter unten an und dann geht jeder alleine los. Jean-Pierre steht in einer Kurve am Stassenrand und macht Fotos von uns, damit wir später sehen wie unsere Kopf-, Körper-, Hand- und Fusshaltung ist.



Später in Muhen zurück, gibt’s dann den Stempel in den Lernfahrausweis der bestätigt, dass wir die 3 Grundkurse absolviert haben. Die Fotos werden noch analysiert und besprochen. Bei der Frage, wer dieses Jahr noch die Prüfung machen möchte, bin ich erst mal ruhig. Denke für mich so, ja soll ich oder soll ich nicht?! 
Jean-Pierre guckt mich an und ich sage, ja ich kanns ja mal versuchen. 
Oh, das Wort „versuchen“ hört Jean-Pierre nicht gern! …. ja also, dann nicht versuchen sondern machen! 
Na dann mal los!

Nun warte ich auf den Termin. Zwischenzeitlich muss ich aber noch meine Defizite im langsam fahren üben, vor allem Spurgasse und die 8…..

Sonntag, 17. August 2014

Enduro Training Hornussen

Hornussen 16. August.

Corinne hat sich für den Enduro Schnupperkurs in Hornussen angemeldet. 
Der Kurs wird geleitet von Michi Beck von Moto Mader. 

Wie gewohnt in diesem Sommer, setzt mit dem anziehen der Motorrad Bekleidung, automatisch der Regen ein. 

Zuerst werden einige grundlegende Dinge über das bewegen eines Gelände Motorrades, sowie den Ablauf des Kurses erklärt. 



Zwischenzeitlich hat es aufgehört zu Regnen, das Gelände jedoch ist sehr matschig. 


Der Aufwand den Moto Mader für diesen Schnupperkurs betreibt ist beachtlich. 
Wir können auswählen welches Motorrad wir probieren möchten. 
Es steht sogar eine KTM Elektro Freeride zur Verfügung. 

Ich entscheide mich für die 450er EXC, Corinne krallt sich die 250er Freeride und los gehts. 


Schnell wird klar das das kein einfacher Tag für Corinne wird. Bereits nach der ersten Runde über das aufgeweichte Stoppelfeld wirds matschig und auch entsprechend rutschig. 


Ich bin überrascht wie schnell Corinne ihre Zurückhaltung ablegt und am Kabel zieht. Wie mir scheint macht es ihr Spass. 


Je länger wir fahren , je tiefer und matschiger wird das Gelände. 


Leider passierts genau hier. 
Corinne bleibt stehen. Im Stand rutscht ihr das linke Bein im rutschigen Untergrund weg und schon liegt sie mit gestrecktem Bein im Schlamm. 


Nach einem kurzen Zwischenstopp in Aarau gibt es Entwarnung. 
Der Oberschenkel ist stark gezerrt. Schmerzhaft aber zum Glück nichts schlimmeres. 

Der Schnuppertag ist damit natürlich beendet, wird aber bei passender Gelegenheit wiederholt. 

(Fotos Tobias Rippstein)

Sonntag, 10. August 2014

Tag 15 Der Abschluss

Wir verlassen das Hotel Grimselblick mit etwas Wehmut. Ist es doch der letzte Tag unserer Reise quer, bzw rund um die Schweiz.
Gestern Abend haben wir noch lange mit der Chefin des Grimselblick geplaudert. 
Auch dieses Hotel können wir vorbehaltlos weiterempfehlen. 

In der Nacht hat sich sogar der Mond gezeigt und ein versprechen auf einen sonnigen Tag abgegeben. 


Auf der Fahrt vom Grimsel ins Tal hängen wir unseren Gedanken nach. Geniessen den letzten Tag. Saugen noch einmal das Fahrerlebniss in uns auf. 

Schnell sind wir am Thunersee. Biegen ab hinauf nach Sigriswil und weiter nach Schwanden. 
Die Meiersmad führt uns hinten herum nach Thun, bzw Steffisburg. 
Ein Stück weit entlang der Strasse auf den Schallenberg. 


In der Ferne das Stockhorn. 
Langsam macht sich so etwas wie Melancholie bemerkbar. Zumindest bei mir. 

Schnell sind der Kapf und das Chuderhüsi erreicht. Zweimal ein Foto und weiter zum Schönbrunnen Pass. 


Wir entschliessen uns die zwei in unserer Sammlung noch fehlenden Jura Übergänge einzufügen. 
Der Balmberg und die Bättlerchuchi. 
Irgendwie gingen die zu Beginn unserer Reise vergessen. 

Kurz vor der Passhöhe machen wir halt in einem Bergrestaurant und treffen auf Nico, den Inhaber vom Moto Mader in Entfelden. 
Nico hat Corinne den Luuszapfe verkauft. 
Vor 5 Wochen. Oder vor 6000 Kilometern. 
Nach einem kurzen Plausch gehts weiter. 
Nun definitiv der heimischen Garage entgegen.


Ein letztes Foto fürs Album, ein letztes Mal tanken und unsere Tour de Suisse ist Geschichte. 
Wir erreichen Gränichen. 
In Kürze wird es wohl zu Regnen beginnen. 

Wir haben viel gesehen, viel erlebt in den zwei Wochen. 
Waren an Orten an denen wir bisher noch nie waren. 
Haben gestaunt über Strassen wie den Sanetsch. Uns gelangweilt auf halben Autobahnen den Berg hoch wie den St. Bernhard. 
Haben nette Leute kennen gelernt wie Cedric und Philipp die uns ein Stück weit begleitet haben. 
Die Wirtin im Berghotel Grimselblick, mit ihrer hübschen Hündin "Didi"


Unvergesslich sind auch die zwei Tage bei Cornelia und Andre. Euer Rustico ist echt toll.



Manches Mal hats es geregnet, gegossen und gehagelt, wie auf dem Klausenpass, im Toggenburg oder dem Tessin. Eigentlich hats bis auf drei Tage ja immer geregnet. 
Wir haben tolle Hotels kennengelernt. Wie das Silvretta Park Hotel mit seinem warmen Whirlpool, das Hotel Post in Bivio, das Du Lac in Iseltwald wo wir den Balkon direkt am See hatten. 
Über Asphalt verschiedener Qualitäten. Naturstrassen, Betonpisten. Durch Wälder und Felder, Täler und Schluchten ging unsere Reise. 
Immer entlang der Liste welche Hermann für uns erstellt hat. 

Meine Fahrschülerinn hat nun 6000 Kilometer in ihren ersten fünf Wochen auf dem Tacho. 
Ich behaupte Mal sie wäre eigentlich reif für die Prüfung. 
Am 30. August hat sie den ersten Teil des obligatorischen Grundkurs. 

Ich bin mega stolz auf sie.