Mittwoch, 5. Juli 2017

14. Tag, es regnet in Lappland, oder das Blockhaus im Wald

00:30 Uhr, der Wecker klingelt, mitten in der Nacht.
Obwohl, was heisst hier schon Nacht. Draussen ist es beinahe Taghell.

Wir steigen in unsere Motorrad Klamotten. Noch einmal wollen wir die wenigen Kilometer zum Nordkapp unter die Räder nehmen.

Wir haben in Erfahrung gebracht, das erstaunlicher weise, heute Nacht weder ein Hurtigrouten Schiff, noch ein Kreuzfahrt Schiff in Honningsvag angelegt, bzw anlegt.
"Suppi... Schwein muesch ha"

So machen wir uns also auf den Weg.
Zu unserem erstaunen wird an dem Graben über die Hauptstrasse gearbeitet.

Unterwegs begegnet uns eine grosse Herde Rentiere. Macht Platz sonnst bestell ich zum Frühstück Rentierschnitzel.
Die Viecher sehen zu drollig aus wenn sie vor dir her trötteln.

Zum zweiten Mal innert weniger Stunden sehen wir das Besucherzentrum vor uns auftauchen.
Kein Auto, kein Reisebuss. Wir sind komplett alleine.
Das Besucherzentrum in völliger Dunkelheit.... obwohl Dunkelheit... öööh löööhmers.

Rechts vorbei und wir stehen mit unseren Böcken direkt vor der Kugel.
Eine durchaus etwas infantile Freude überkommt uns. Für nicht Motorradfahrer wohl nicht nachvollziehbar.

Wir entdecken noch zwei weitere Besucher, auch aus der Schweiz. Auch sie haben eine diebische Freude daran, zu fünft am Nordkapp zu stehen.





Noch einmal durchqueren wir Honningsvag. Am Graben wird immer noch gearbeitet.

Im nu liegen wir in unseren Betten. Wohl jeder mit einem Grinsen im Gesicht.



Zum zweiten Mal am heutigen Tag klingelt der Wecker.
Diesmal steigen wir etwas weniger euphorisch aus unseren Betten. Es regnet.
Frühstück, Hotel bezahlen, Gepäck aufs Motorrad.
Los gehts.
Die Baustelle im Dorf ist weg. die haben tatsächlich die ganze Nacht durchgearbeitet.

Nach wenigen 100 Metern ausserhalb Honnigsvag drehen wir nochmals um.
Tanken, ned alli

Bis Olderfjord folgen wir der gleichen Strasse wie gestern. Alternativen gibt es hier oben wenige bis keine.

Wir fahren nun Richtung Finnische Grenze. Es regnet.
Karasjok einer der letzten Norwegischen Orte auf unserer Reise.
Tschüss Norwegen, es war schön mit dir.

Hallo Finnland. Hoffentlich meinst Du es auch gut mit uns.
Karigasniemi, wir passieren die Grenze. Es regnet.
Auf den nächsten 60 Kilometer sehen wir Wald, sehr viel Wald.
Eigentlich sehen wir aktuell gerade nur Wald. Und es regnet.

Viel gibt es heute nicht zu erzählen. Bäume, viele Bäume, regen, viel regen und eine fast gerade verlaufende Strasse.

Wir erreichen Kaamanen. 200 Einwohner.
Wir übernachten in einem Blockhaus. Hübsch, gefällt uns sehr gut.



Mitten im Blockhaus ein über durchschnittlich grosses Fenster. Davor zwei Männer mit ziemlich grossen Rohren. Sorry Teleobjektiven mein ich.
Der Sprache nach aus Spanien

Sie beobachten und fotografieren aufgeregt Vögel. Diese weit weniger aufgeregt als die Männer mit den Foto Apparaten.
Wie sich die Spanier verziehen, versuche ich auch mein Glück. Allerdings mit einem deutlich kleineren Rohr.... aber Grösse ist ja bekanntlich nicht alles.




ein ganz spezieller Vogel


Die Spanier tauchen wieder auf, beobachten weiter die Vögel.
Wir beobachten unsere Biergläser und stellen fest das diese leer sind. Ein unhaltbarer Zustand, findet auch die Wirtin und bringt neue.

Morgen gehts nach Rovaniemi


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