Freitag, Juni 17, 2016

Von Newtonmore zum Atlantik

Es nieselt schon wie wir losfahren. Im vergleich zu gestern sogar eher noch kühler. 

Aber so stellt man sich Schottland doch eigentlich auch vor. 
Auf schmalen Singletracks erreichen wir Loch Ness. 


Wir sind so begeistert von der Strasse, von der Landschaft, einfach von allem. 
Und wer jetzt ein Foto vom Loch Ness erwartet..... es kommt keines. 
Wir sind so im flow, geniessen, das wir zu spät bemerken das wir bereits kurz vor Inverness stehen und von Loch Ness nichts mehr zu sehen ist. 

Aber Löcher gibts hier schliesslich nöcher und nöcher. 
Stellvertretend hier eines davon


Via der A9 gehts an Inverness vorbei Richtung Dunrobin Castle. 
Wir schauen uns das Castle kurz an. 
Ein Castle halt. 

Ein Stück zurück auf der A9 biegt unsere Route rechts weg. 
Ich überlege noch ob ich vielleicht noch hätte tanken sollen. 
Wir sind fünf Minuten unterwegs im "Nirvana", als das Licht angeht. 
Ja ich hätte sollen. 


Aber hier ist nun erstmal nichts. 
In der nächsten Ortschaft soll es eine Tankstelle geben, zwei sogar in unmittelbahrer Nähe zueinander. 
Nä-ä die eine Tankstelle ist ein Lebensmittel Laden, die ander ein Velo Laden. 
Die Uhr zeigt mitlerweile 25 Kilometer auf Reserve, das Navi sagt 12 Meilen zur nächsten Tankstelle. 



Wieder ist rund um uns nur Landschaft. 
Sehr schöne, wilde Landschaft. Ich werde langsam etwas nervös. 
Vor uns taucht die A836 auf. An dieser soll es eine Tankstelle geben. 
Tatsächlich. 48,9 Kilometer auf Reserve zeigt die Uhr. 
Ich würde wetten wenn ich den Tankdeckel öffne, krabbelt mir ein halb verdursteter Tausendfüssler entgegen, die Zunge am Boden und fleht, man solle ihn doch bitte vorm verdursten retten. 
Nichts dergleichen. Aber es passt verdächtig viel in die beiden Tanks. 

Die A836 verlassen wir bei erster Gelegenheit, folgen wieder einer Singletrack. Dieser führt geradewegs an die Küste. 

Auf diesen Singletracks ist kreuzen mit Autos schon knapp.


Zu rechnen hat man immer auch mit Lastwagen. Diese sind ziemlich zügig unterwegs. 
Also Augen auf. 

Bettyhill naht, noch 22 Meilen. Umrechnen, mal 1,6.
Ok, nah ist relativ. 


Irgendwann ist sie dann doch da die Küste und mit ihr unser wohl nördlichster Punkt unserer Reise. 



Schnell auspacken und umziehen. Ab an den Strand. 







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