Samstag, Oktober 24, 2015

FMS Pässewettbewerb 2015 Das Finale

Heute, vor genau einem Jahr, hatte Corinne ihre praktische Prüfung. 

Dazwischen liegen ziemlich genau 19'000 Kilometer. 

Heute werden weitere 300 Kilometer dazu kommen. 
Wir wollen die letzten 3 Pässe des diesjährigen FMS Pässewettbewerbs befahren. 
Noch diese 3 und wir haben alle 130. 
Einer der drei letzten liegt im Fricktal, die Rothenfluh. 
Wir haben diese zwar im Frühling schon einmal befahren, haben aber das Foto vergessen. 


Rothenfluh ist eine kleine Gemeinde im Kanton Basel Land. Die gleichnamige Passstrasse führt hinüber ins Aargauische Wittnau. 

Nun fehlen noch zwei, der Oberhallauerberg und der Randen. 
Wir biegen in Frick rechts ab, fahren über den Kaistenberg nach Kaisten und hoch zum Sulzerberg. 
Von Sulz weiter hinunter zum Rhein, vorbei am Kernkraftwerk Leibstadt nach Koblenz. 

Hier offenbaren sich die Folgen des aktuellen Franken/Euro Verhältnis. 
Schon lange vor dem Grenzübergang in Koblenz, stauen sich die Fahrzeuge in Richtung Deutschland. 

Mit den Motorrädern kommen wir gut am Stau vorbei. 
Nach dem Zoll gehts rechts, vorbei an Wutöschingen und Eggingen, sind alsbald wieder in der Schweiz und auf dem Oberhallauerberg. 
Nummer 129 ist erreicht. 


Die Fahrt über den Oberhallauerberg, nach Schleitheim hinunter, macht riesigen Spass. So könnte es endlos weiter gehen. 
Tut es aber nicht. 
Wir sind in Schleitheim und ich verpasse prompt den Abzweiger zum Randen. 

Über ein zwei schmale Feldwege klappts dann doch und wir sind auf der Randenstrasse. 


Die Farben des Herbstwaldes sind überwältigend. 




Das Wetter einigermassen mild, geht mir dennoch wieder das Thema Griffheizung durch den Kopf. 
Sobald ich Gelegenheit dazu habe,wird Corinnes Luuszapfe damit aufgepimpt. 

Der Randen, 834 m.ü.M, ist der letzte der 130 Pässe. 
Haben wir keinen vergessen, so haben wir auch dieses Jahr alle geschafft. 
Mit dem Schönbrunnen sind wir im März gestartet. 
http://70ps.blogspot.ch/2015/03/entlang-der-nullgradgrenze.html

Vom Randen gehts hinunter nach Hemmental. Wir schrammen knapp an der Grenze zu Schaffhausen vorbei. 

Nach Merishausen passieren wir auf der Kantonsstrasse die Landesgrenze, sind für 500 Meter in Deutschland.
Ein grades Stück Strasse, wieder eine Grenzmarkierung, wir sind wieder in der Schweiz, nur um kurz darauf nach Bargen wieder über die Landesgrenze zu fahren. 
"Führen sie Waren mit"?
"Nä-ä, da händ die andere drü vorhie au scho gfrogt"

Vor der deutschen Ortschaft Randen gehts links Richtung Wuttach. "Kurvenreiche  Strasse" meint mein Navi. 
Gefährliche Kurvenreiche Strasse meint der deutsche Gesetzgeber und stellt ein Verkehrsschild neben die Strasse. 60 Km/H für Motorradfahrer, Autofahrer dürfen hier 100 Km/H

Ja soo, aha, klar. 

Fützingen finden wir übrigens eine recht lustigen Namen für eine Ortschaft. 


Der Schluchsee ist für uns Neuland. Wir sind bekennende Schwarzwald Greenhörner. Auch St.Blasien, das Albtal kennen wir nur vom hören sagen. 
Heute entdecken wir es für uns. 
Kaum Verkehr vor uns, hinter uns und neben uns.
Wir geniessen es. 
Einige wenige Motorradfahrer tun es uns gleich. 

Viel zu schnell sind wir in Laufenburg und wieder in der Schweiz. 
Ein kleiner, kurzer Abstecher in den Schwarzwald, der uns offenbart das wir uns vielleicht doch ein wenig mehr mit diesem Thema auseinander setzen sollten. 

Zum zweiten Mal am heutigen Tag durchfahren wir Sulz. 
"Sorry Sulzer, mer chöme nömme höt, i schwöre."
Elfingen, Zeihen, Herznach, immer der Nase nache durch den Jura. Hir kennen wir uns aus, brauchen kein Navi welches uns den Weg weist. 

Wir peilen Trimbach mit seinem Restaurant Isebähnli an. 
Wenige Motorräder stehen auf dem Parkplatz. 
"Zwöi Coggi, e Hamburger und e gmeschte Salot. 
De Salot esch vörs Frölein, de Hamburger vör mech"
Oder doch anders rum?

Wir sind zuhause. Der Pässewettbewerb ist für uns beendet, nicht aber die Saison. 
Wir hoffen auf weitere schöne Tage, bevor der erste Schnee und mit ihm das Salz auf der Strasse kommt. 

Dann, und auch wirklich erst dann, ist auch für uns die Motorrad Saison 2015 Geschichte. 






Reaktionen:

Kommentare:

  1. Hallo Corinne, hallo Dani

    Ganz herzlich gratuliere ich euch als Pässegötti der FMS. Gold und Topp zu erreichen braucht 130 Pässe! Da steckt Logistik, Zeit, Durchhaltewillen, Ausdauer, Können, Freude am Motorradfahren, Freude unbekannte Wege der Schweiz zu entdecken und weiss was alles dahinter.
    Eine grossartige Leistung habt ihr zwei wieder vollraucht auf die ihr stolz sein dürft!
    An der Medaillenfeier vom 23. Januar 2016 darf ich euch die Goldmedaille und das Diplom als TOPPFahrerIn überreichen; - ich freue mich mit euch.
    Ä liebe Gruess
    Hermann

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    1. Hallo Hermann. Du hast recht, ein wenig Planung gehört dazu. Die Freude am fahren und am erleben wird jedoch durch Deine Arbeit noch verstärkt.
      Ich weis nicht wie oft wir auch in diesem Wettbewerb wieder an Orten waren, welche wir sonnst nie gesehen hätten.
      Aus diesem Grund möchte ich mich für die enorme Arbeit welche Du jedes Mal von neuem in den Wettbewerb steckst bedanken.
      Merci vell mol Hermann

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